Menziken

Weitere Asylbewerber im Sternen – die Gemeinde findet sich nicht ab

Die Gemeinde Menziken besteht auf die Einreichung eines Umnutzungsgesuchs für den Sternen.

Die Gemeinde Menziken besteht auf die Einreichung eines Umnutzungsgesuchs für den Sternen.

Nach und nach ziehen nun Asylbewerber in das ehemalige Hotel-Restaurant Sternen in Menziken ein, das der Kanton zu einer Asylunterkunft umfunktioniert hat. Der Gemeinderat protestiert weiter - und sieht sich auch im Recht.

Das Hin und Her um die Belegung des Menziker «Sternen» geht weiter. Derzeit leben im ehemaligen Gasthof 19 Asylsuchende. Seit Mitte August hat der Kanton damit begonnen, die Belegung der Unterkunft bis auf maximal 60 Personen aufzustocken, wie er es bereits beim Erstgespräch mit der Gemeinde angekündigt hatte. Balz Bruder, Leiter Kommunikation des Sozialdepartements, bestätigte eine entsprechende Meldung.

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Im Gemeinderat Menziken denkt man aber weiterhin nicht daran, das einfach hinzunehmen oder sich mit der Situation abzufinden. «Wir sind immer noch der Meinung, dass diese Aufstockung nicht rechtens ist», sagt Gemeindeammann Annette Heuberger. «Wir halten deshalb nach wie vor an unseren Forderungen fest.»

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Menziken will rasche Klärung

Annette Heuberger hofft auf eine rasche Klärung der Rechtsfrage. «Ich bin überzeugt, dass wir in einem Rechtsstaat leben und sich deshalb der Kanton den gleichen Auflagen wie eine Privatperson stellen muss.»

Einmal mehr betont sie, es gehe nicht um die Menschen, sondern um das Vorgehen der kantonalen Behörde. Für sie sei klar, dass sich das Asylzentrum mit einem Baugesuchsverfahren nicht verhindern lasse, wenn alles rechtskonform sei. Nicht zuletzt will sie aber verhindern, dass «der Fall Menziken» Beispiel macht – sei es bezüglich der Verteilung von Asylsuchenden, aber auch im Umgang mit Umnutzungsgesuchen auf kommunaler Ebene.

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