Grund für Interventionen waren meistens Streitfälle, Drohungen, dann Ruhestörungen und häusliche Gewalt.

Dass die Fälle von häuslicher Gewalt nochmals zugenommen haben, von 60 auf 79 Interventionen, macht Repol-Chef Dieter Holliger Sorgen. Die Fälle verteilten sich je zur Hälfte auf Schweizer- und Ausländerpaare, so Holliger. Verbale Streite und ihre Frauen schlagende Ehemänner oder Partner würden die Polizisten jeweils antreffen. «Häufig seien dabei Alkohol, Fremdbeziehungen und gegenteilige Erziehungsansichten im Spiel. Und damit auch Kinder, die darunter leiden, dass ihre Eltern zerstritten sind.

Die Repol folgte im letzten Jahr dem Grundsatz der Aktion «Crime Stop» des Departementes Volkswirtschaft und Inneres. Getreu dem Motto 2013 «Mehr Sicherheit, weniger Ordnung» hat sie ihre Patrouillentätigkeit nochmals verstärkt und über 1000 Mannstunden dafür aufgewendet. Im Fokus standen die Quartiere und Hotspots (Plätze, wo sich Jugendliche gern treffen).

«Wir gehören an die Front und nicht ins Büro», sagt Holliger. Er weist darauf hin, dass es durch die Dauerpräsenz der Repol gelungen sei, in zwei Fällen Einbrecher bereits 20 Minuten nach dem Alarm zu verhaften. So genannte Kriminaltouristen würden hingegen im oberen Wynental nur vereinzelt angehalten. «Die Distanz zur Autobahn als Fluchtweg ist wohl zu gross.»

Blitzen im Auftrag der Gmeinden

Die Gemeinden verlangen von der Repol mindestens in jeder Kommune pro Monat eine Geschwindigkeitskontrolle. Fast 80 000 Fahrzeuge haben die Polizisten gemessen, 9200 haben sie geblitzt. Von diesen Lenkern wurden 155 verzeigt, weil sie mehr als 15 km/h zu schnell unterwegs waren. Die Übrigen kamen mit einer Ordnungsbusse davon.

Das schnellste Fahrzeug war in Reinach mit 112 km/h auf der Strasse. Der Fahrer wurde gemäss «Rasergesetz» in Untersuchungshaft gesetzt, sein Auto sichergestellt. Dauerthema sind für die Polizei die telefonierenden Automobilisten. «Viele sind Wiederholungstäter und offensichtlich gegen Bussen resistent», sagt Holliger.

Auch die Elterntaxis sind in der Region immer wieder Thema. Kinder würden vor den Schulhäusern gefährdet von wartenden und wendenden Elternfahrzeugen. Da unternehme die Polizei grosse Anstrengungen im Verkehrsunterricht, sagt Holliger, und «dann treffe ich Mütter an, die ihre Kleinen für 300 Meter mit dem Auto transportieren».

Im Jahresbericht 2013 legt Holliger Rechenschaft ab über die verschiedenen Aufgabenbereiche, welche der Repol zufallen. Die Polizisten der Repol sind präsent auf Plätzen und bei Verkehrsknoten.

Sie greifen ein bei häuslicher Gewalt, kontrollieren den fahrenden und ruhenden Verkehr. Und sie patrouillieren bei Nacht und Nebel durch die Quartiere. Dies tun sie im Auftrag der elf Verbandsgemeinden. «Unsere Dörfer sind sicher», sagt Polizeichef Dieter Holliger. Die Präsenz der uniformierten Polizisten und Polizistinnen trage dazu bei.