Bundesgericht

Weil er zu gefährlich ist: Aargauer Verkehrsrowdy bleibt in Untersuchungshaft

Als 17-Jähriger flüchtete der Autorowdy mit einem Porsche Cayenne vor der Polizei. (Symbolbild)

Als 17-Jähriger flüchtete der Autorowdy mit einem Porsche Cayenne vor der Polizei. (Symbolbild)

Das Bundesgericht hat die Untersuchungshaft für einen Verkehrsrowdy bestätigt, obwohl er eigentlich zuerst wegen eines ganz anderen Delikts inhaftiert worden war.

Der Beschuldigte (21) wurde im Oktober festgenommen, weil er den Begleiter seiner Exfreundin geschlagen und bedroht haben soll. Das Opfer zog seine Strafanzeige aber nach wenigen Tagen zurück.

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm setzte durch, dass man den Beschuldigten dennoch in Untersuchungshaft behielt. Denn die Ermittler hatte Handyaufnahmen von ihm gefunden, die zeigten, wie er ausserorts mit über 40 km/h zu viel auf dem Tacho raste – dabei hatte der junge Mann nicht einmal einen Führerschein. Dies, weil er mehrfach wegen schwerer Verkehrsregelverletzungen vorbestraft war.

Unter anderem hatte er sich 2013 – damals noch 17-jährig – in einem gestohlenen Porsche Cayenne eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, bei der nur mit viel Glück niemand ernsthaft zu Schaden kam. 

Wilde Verfolgungsjagd eines 17-jährigen Porsche-Fahrers (24.1.2013)

Wilde Verfolgungsjagd eines 17-jährigen Porsche-Fahrers (24.1.2013)

Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass die Untersuchungshaft in dieser Sache gerechtfertigt ist. Zwar wurde der Haftantrag zunächst abgelehnt, als es nur um die Drohung und die Körperverletzung ging. Erst im Verlaufe des Ermittlungsverfahrens war der Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung und des Fahrens ohne Führerschein überhaupt aufgetaucht.

Insgesamt sei es aber richtig, den unverbesserlichen jungen Mann nicht freizulassen, bis eine gutachterliche Abklärung zu seiner psychologischen Fahreignung vorliege. Die Wiederholungsgefahr sei in Anbetracht der Vorstrafen und der weiteren Umstände einfach zu gross. (NRO)

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