Rothrist
Weil er dachte, er sei ein Fuchs: Jäger erschiesst Kater «Mingo»

Weil er in der Dunkelheit dachte, Kater «Mingo» sei ein Fuchs, drückte Jäger Bernhard Lüthi ab und erschoss die 10-jährige Katze. Eine Tragödie für die Besitzer. Für Lüthi ist es das erste Malheur dieser Art in seiner 40-jährigen Jagdkarriere.

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In Rothrist hat ein 74-jähriger Jäger im Wald versehentlich eine Katze erschossen. Er habe das Tier in der Dunkelheit mit einem Fuchs verwechselt, sagte der Mann gegenüber «Tele M1». Die rötlich gefärbte Katze sei von einem Fuchsbau her auf den Hochsitz zugelaufen, wo der Jäger sass, erzählt dieser. Vor laufender Kamera entschuldigte sich der 74-jährige bei den Katzenhaltern.

Diese sind sehr traurig über den Verlust von Büsi «Mingo»: «Er war mehr als nur eine Katze sondern ein Familienmitglied.» Für sie ist es unverständlich, wie der Jäger ihre Katze mit einem Fuchs verwechseln konnte. Offenbar war das Büsi nur gerade sechs Meter vom Hochsitz entfernt, als sie erschossen wurde.

Katzenhalter Johann F. Dobler kündigte gegenüber Tele M1 an, sie wollten den Jäger anzeigen. (az)

Kater Mingo gehörte zur Familie.
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Johann F. Dobler und Marie-Therese Schälli überlegen sich, Jäger Bernhard Lüthi anzuzeigen.
Von diesem Hochsitz aus erschoss Bernhard Lüthi die Katze. Der Irrtum tut ihm wahnsinnig leid. In seiner 40-jährigen Laufbahn als Jäger sei ihm noch nie so etwas passiert, so Lüthi.
«Mingo» zog sich noch in den Fuchsbau zurück, bevor er verstarb.

Kater Mingo gehörte zur Familie.

Peter Rippstein/TeleM1