Nightlife
Weihnachtsspeck wurde einfach weggetanzt

Im Reinacher Theater am Bahnhof wurde zu fetziger Musik gegen das Bewegungsmanko zwischen den Festtagen angekämpft. Wo sonst Theaterstücke und Lesungen aufgeführt werden, dröhnt diesmal laute Dance-Musik aus Lautsprechern.

Sibylle Haltiner
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Weihnachtsspeck wurde einfach weggetanzt
8 Bilder
Irina, alias DJ Garfield, legte fetzige Tanzmusik auf
Erfrischungen gab es an der Mojito-Bar
Gemütliches Plaudern mit Freundinnen am Rande der Tanzfläche
Ruhiger als im Saal war es an der Bar im Foyer
Zu einigen Stücken liess sich auch geschlossen tanzen
Zu Beginn der Party gab es noch viel Platz zum Tanzen
Das Maskottchen darf den Weihnachtsspeck behalten

Weihnachtsspeck wurde einfach weggetanzt

AZ

Was macht man zwischen den Jahren, um sich wieder fit und beweglich zu machen? Die opulenten Festessen der Weihnachtstage liegen noch schwer im Magen, doch die nächsten Feierlichkeiten rund um das neue Jahr sind bereits geplant, die Menüs festgelegt, weitere kulinarische Köstlichkeiten eingekauft. Die Lösung: Man tanzt den Weihnachtsspeck weg, und zwar im Theater am Bahnhof (TaB) in Reinach.

Tanz statt Theater

Im Saal des Kleinkunsttheaters fanden am Samstagabend für einmal weder Bühnenvorstellungen noch Lesungen statt. Dafür dröhnte laute Dance-Musik aus den Lautsprechern und als Maskottchen beobachtete ein Dekoschwein unter einem leuchtenden Glitzerschirm das Treiben im Saal.

«Tanz den Weihnachtsspeck weg» hat im TaB Tradition. Mit dem Slogan: «Wenn die Queen als Olympia-Bond-Girl aus dem Hubschrauber springen kann, können wir auch dirty dancen», machten die Veranstalter Mut für die Tanzparty zwischen den Feiertagen. Und dieser Aufforderung kamen viele nach, die sonst wohl eher selten Discos besuchen. Doch im TaB konnten alle ohne Hemmungen ihr Festtags-Bewegungsmanko ausgleichen und sich von den Rhythmen der Musik mitnehmen lassen.

Irina, alias DJ Garfield, legte die Platten auf. Den TaB-Besuchern ist sie von den Oldie-Discos bekannt und sie spielte nach eigener Aussage «Fätze
u Bitze vo geschter und jitze», das heisst, querbeet alte und neue Stücke. Das kam bei den Tänzerinnen und Tänzern gut an, wobei sich die letzteren klar in der Minderheit befanden. Auf der Tanzfläche in der Mitte des TaB-Saales bewegten sich vorwiegend Frauen zur Musik. DJ Garfield wechselte geschickt zwischen fetzigem Rock, harten Beats und eingängigen Popsongs. Ruhige Stücke nutzten Paare sogar für einen geschlossenen Tanz.

Drinks und Gespräche

Wer sich genug verausgabt hatte, setzte sich mit einem Drink an eines der Tischchen oder in ein Sofa und genoss die Musik und den Blick auf die andern Tänzer. Da die Lautstärke moderat war, liessen sich sogar Gespräche mit Freunden oder neuen Bekanntschaften führen. Wer es noch etwas ruhiger mochte, setzte sich an die Bar im Foyer.

Doch die meisten hielt es nicht lange im gemütlichen Sessel. Sie schwangen sich wieder auf und liessen sich von der Musik animieren, den Weihnachtsspeck zu verbrennen und sich für die anstehenden Partys und Festessen zu wappnen.