Zetzwil
Weihnachtsfeier mit Wermutstropfen

Zum letzten Mal Sonntagschulweihnacht: In Zetzwil wurden gleich drei Sonntagsschulhelferinnen verabschiedet - weil immer weniger Kinder die «Chinderchile» besuchen.

Alice Hell
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Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Gontenschwil-Zetzwil lud zum Weihnachts-Familiengottesdienst. Mithilfe einiger ehemaliger Sonntagsschüler führten die Kinder das von Werner Bähler geschriebene Stück «Christus isch gebore» auf.

Ein mit echten Kerzen, roten Kugeln und Strohsternen geschmückter Tannenbaum strahlte viel Wärme und Behaglichkeit aus. Die hallenhohe Tanne, vom Helferteam liebevoll dekoriert, spendete wiederum die Bürgergemeinde Zetzwil. Das Eingangsspiel des Geschwistertrios Cheryl (Posaune), Michelle und Cyril Bianchi (beide Kornett) erhielt viel Applaus. Zur Freude der vielen Besucher traten diese jungen Bläser während der Feier noch zweimal auf.

Die Begrüssung übernahm Noëmi Heggli. Zusammen mit ihrer Schwester Salome spielte das Duo mit Violine und Keyboard «Maria durch den Dornenwald ging». Pfarrer Beat Laffer bereicherte mit zwei auf die Kinder angepassten Kurzpredigten.

Krippenspiel war grosser Moment

Für die Kinder war das Krippenspiel «Christus isch gebore» ein grosser Moment. Mit strahlenden Augen und viel Freude traten sie als Hirten, Könige und, was nicht fehlen durfte, als Maria und Josef auf. Letztere hatten keine Sprechrolle, deshalb war das heilige Paar von den Jüngsten allerliebst verkörpert. Die Sonntagsschüler und -schülerinnen lernten teilweise lange Dialoge auswendig.

Auch die Lieder mit instrumentaler Begleitung sangen sie auswendig. Als Organist amtete Paul Walser. Er begleitete auch die bekannten, von der Gemeinde gesungenen Weihnachtslieder.

«Einen Wermutstropfen hat die Weihnachstfeier», erklärte Pfarrer Beat Laffer und wies auf die Verabschiedung der drei Sonntagschulhelferinnen hin. Nach 19-jährigem Dienst an der Sonntagsschule geben Gerda Laffer, Rosmarie Hirt und Christine Maurer ihren Einsatz für die Sonntagsschule auf. Nur noch sechs Kinder aus beiden Gemeinden besuchten die Sonntagsschule, heute «Chinderchile» genannt.

Ohne die Ehemaligen wäre diese schöne Feier gar nicht möglich gewesen. «Einmal hielt ich mit nur einem Kind, einmal mit zweien Sonntagsschule», bestätigte Rosmarie Hirt das Schwinden der Sonntagsschüler. Als Schlusspunkt und für gemeinsame Gespräche waren bei der letzten Sonntagsschulweihnacht alle zu Punsch und Guetzli eingeladen.