Burg AG
Wegen Überalterung: Gemeinde Burg sucht 150 neue Einwohner

An einem Infoabend stellten der Gemeinderat und zwei Planer das Leitbild «räumliche Entwicklung» vor. Burg muss für Unternehmen optimale Rahmenbedingungen schaffen und attraktiver werden. Idden liegen bereits vor.

Peter Siegrist
Drucken
Teilen
Bildergalerie 1
4 Bilder
Ortsplaner Thomas Meier erläutert das neue Leitbild.
Planerin Barbara Gloor zur Aufwertungs des Ortskerns.
Gemeindeschreiber Viktor Würgler zur Zonenplanung.

Bildergalerie 1

Peter Siegrist

«Burg macht Zukunft», erklärte Gemeindammmann Marcel Schuller, «dieses Leitbild gibt der Behörde die Linien und den Weg vor, den die Gemeinde in den nächsten Jahren gehen soll.

Planer Thomas Meier präsentierte den rund 40 interessierten Personen die wesentlichen Punkte: Burg soll in den nächsten 15 Jahren um 150 Einwohner wachsen.

Ein Blick in die Bevölkerungsstatistik offenbart, dass die Gemeinde 1995 knapp 1150 Einwohner hatte. Heute sind es noch 937. Gemeindeschreiber Viktor Würgler erklärte: «Das hängt mit dem Wegfall der Arbeitsplätze der Firma Burger Söhne AG zusammen – und einer gewissen Überalterung.»

Neue Einwohner gesucht

Laut Leitbild soll die Gemeinde die Mobilisierung des vorhandenen Baulandes fördern und neue Einwohner anziehen.

Mit Bauland ist die Gemeinde gut bestückt. Würgler lieferte die Zahlen: Burg hat 38 ha Land in der Bauzone, davon sind 10 ha noch nicht überbaut. In Privatbesitz sind 2 ha, die übrigen 8 ha gehören der Burger Immobilien AG.

Wie Würgler erklärte, hat diese Firma eine Studie in Auftrag gegeben, um eine Nutzung des Schlosshügels Süd und der Sandgasse Süd zu planen. Behörde und der Planer waren sich einig, Burg müsse attraktiver werden, für die Unternehmen optimale Rahmenbedingungen schaffen.

Die Planerin Barbara Gloor erläuterte zum Stichwort Attraktivität, wie der Ortskern belebt und interessant gemacht werden könnte. Mit der ausgearbeiteten Potenzialstudie sei der erste Schritt gemacht, so Gloor. Was jetzt folgen müsse, sei eine Entwicklungsstrategie.

Für Behörde und Planer ist eines klar, Burg soll seine eigenständige Identität bewahren. «Ein Verschmelzen mit Menziken ist zu verhindern», erklärte Meier, Burg soll nicht zum Quartier werden. Um so wichtiger sei es, den Ortskern zu pflegen und wiederzubeleben. (psi)

Aktuelle Nachrichten