Schöftland/Unterkulm
Wegen des Felssturzes bleibt der Böhler bis Freitag gesperrt

Die Situation nach dem Erdrutsch an der Strasse zwischen Schöftland und Unterkulm ist zwar geologisch nicht kritisch – trotzdem sind weitere Sicherheitsmassnahmen unumgänglich. Die Arbeiten werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Rahel Plüss
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An der Strasse zwischen Schöftland und Unterkulm ist es zu einem Erdrutsch gekommen.
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Die Strasse bleibt bis Freitag gesperrt.
Erdrutsch zwischen Schöftland und Unterkulm

An der Strasse zwischen Schöftland und Unterkulm ist es zu einem Erdrutsch gekommen.

Stefan Lanz/TeleM1

Die Böhlerstrasse zwischen Unterkulm und Schöftland ist gesperrt, und das wird bis Freitag sicher noch so bleiben. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben dem schon stark verwitterten Sandstein zugesetzt.

So ist es am Dienstag bergwärts gesehen gleich hinter der zweiten Haarnadelkurve zu einem Felssturz oder «Niederbruch», wie der Fachmann sagt, gekommen. «Das ist nur ein kleinräumiges Ereignis», sagt Daniel Flum vom Erlinsbacher Geotechnikbüro Baumann und Flum AG.

Trotzdem müsse die Gefährdung gründlich abgeschätzt werden, bevor die Strasse für den Verkehr wieder frei gegeben werden kann. Flum schätzt die Situation als «nicht kritisch» ein. «Es gibt keine Anzeichen für grosse Instabilitäten, weil die Gesteinsschichten flachliegend sind.» Der ganze Hang kommt also sicher nicht ins Rutschen, aber es könnten noch weitere, vorstehende Felsbrocken abbrechen und auf der Fahrbahn landen.

Das ist gefährlich, deshalb müssen sie vorsorglich abgetragen werden. Auch stehen die grossen Bäume im Bereich der Abbruchstelle nicht mehr sicher, weil sie «stark unterwittert sind», wie Flum erklärt.

Tatsächlich: Unter den Wurzeln klaffen zum Teil grosse Löcher, Gestein und Erde wurden wegerodiert. Weil das Gewicht der Bäume schwer auf dem brüchigen Grund lastet, werden einige von ihnen weichen müssen. Welche das sind, wird zusammen mit dem zuständigen Förster eruiert werden.

Felsen und Erdmasse rutschten zwar nur auf einer Breite von zirka drei Metern auf die Strasse, berichtet «TeleM1»-Reporter Stefan Lanz. Die Strasse wurde trotzdem aus Sicherheitsgründen gesperrt bis Mittwochmorgen. Es wird befürchtet, dass Bäume brechen und auf die Strasse fallen könnten.

Weil es sich lediglich um ein Verwitterungsproblem handelt, sei kein Überwachungskonzept nötig. Trotzdem braucht es gemäss Flum zusätzliche Stabilisierungsmassnahmen. Welche das sind, könne im Moment noch nicht gesagt werden.

Die Arbeiten an der Felswand werden wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Trotzdem kann der Verkehr auf der Böhlerstrasse voraussichtlich ab Freitag wieder rollen, wenn auch mit Einschränkungen. Die hangseitige Fahrspur bleibt gesperrt, es wird eine Lichtsignalanlage installiert.

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