«NSDAP - Grüezi»: Mit diesen Worten begrüsste ein Aargauer auf seiner Webseite nsdap.ch die Leser. Begrüsste, denn nach einem Artikel der «Nordwestschweiz», ist sie seit dem frühen Donnerstagnachmittag offline.

Beim Web-Hosting-Unternehmen handelt es sich um die Hetzner Online GmbH aus Gunzenhausen (D), einer Stadt in Franken. Auf Anfrage heisst es beim Unternehmen, dass es Rootserver vermiete, selbst aber auf diese keinen Zugriff habe und sie nicht prüfen könne. «Wir sehen die Inhalte nicht auf den Servern.»

Die Mitarbeiterin weiter: «Wir gehen Meldungen zu den Website-Namen und -Inhalten aber nach und sperren sie wenn nötig unverzüglich.» Wobei man generell die Kunden anschreibe und ihnen so die Möglichkeit gebe, die Website selbst vom Netz zu nehmen. In diesem Fall habe das Unternehmen dem Kunden eine Frist von 24 Stunden gegeben, so die Mitarbeiterin.

Der Betreiber, ein Mann aus Reinach AG, hält dazu fest: «Ich habe die Website nsdap.ch nicht vom Netz genommen, sie wurde vom Hoster gesperrt wegen des verleumderischen und rufschädigenden Medien-Rummels.»

In seinen Augen sei die Website zu 100 Prozent gesetzeskonform. Der Betreiber ergänzt: «Da ich wegen der aus meiner Sicht zu Unrecht negativen Berichterstattung keinen neuen Hoster finden werde, habe ich die Domain gekündigt. Ich suche mir nun einen neuen Domain-Namen.»

Auf seiner Seite versteckte er seine Identität nicht, obwohl die Anlehnung zur NSDAP, Hitlers Nationalsozialistischer Deutscher Arbeiterpartei, ihn in den Dunstkreis von Rechtsextremen rückte. Er verwies darauf, dass seine NSDAP für «National-Soziale Demokratie und Arbeitnehmer und -geber Partei» stehe.

Bereits am Donnerstagmorgen meldete sich der Betreiber selbst bei der «Nordwestschweiz». «Ich bin kein Rassist», schrieb er zum Artikel vom Donnerstag. Und später: «Ich bin auch kein Rechtsextremer, ich will die Demokratie mindestens erhalten, nach Möglichkeit ausbauen...»