Die Viertklässler im Husmatt Schulhaus sind gespannt auf das Geschehen auf der kleinen Bühne. Den Puppenspieler Werner Bühlmann (Tösstaler Marionetten) haben sie vor dem Spiel bereits kennen gelernt, und er auch sie. Noch ist auf der kleinen Bühne von den Puppen nichts zu sehen.

Dann lässt Bühlmann die Figuren einzeln auftreten und stellt sie vor: Max, der Sohn, dann der Vater, die Mutter, die Grossmutter. Auch das Interieur wird auf die Bühne gestellt: Ein Ohrensessel, eine Kiste als Sofa und ein TV-Gerät. Mehr brauchts nicht, das Spiel kann beginnen.

Weisch was d’wotsch?

Max geht es schlecht. Er hat auf dem Schulweg einen Kameraden geschlagen, der ihn beschimpft hat, und jetzt fürchtet er sich vor der Reaktion der Lehrerin und der Eltern. Max ist zu Hause allein, seine Eltern sind noch auf der Arbeit. Eine Situation, die den Schülern bekannt ist, kommt da auf die Bühne.

Zum Glück ruft die Grossmutter an, und Max erzählt ihr seinen Geburtstagswunsch: «Ich möchte ein iPhone.» Schon steckt Pädagoge Werner Bühlmann mitten in einer Diskussion (siehe Box). «Wer hat von euch ein Handy, wer nicht? Wer möchte eines?»

Max ist unglücklich. Aber was braucht es denn zum Glücklichsein? Über die Puppenszenen nimmt Bühlmann die Kinder mit ein Gespräch über Wünsche, Glück und Sorgen.

Eure grösste Sorge? «Wenn die Eltern streiten oder sich trennen, davor hätte ich Angst», sagt ein Mädchen. Ein Knabe: «Ich möchte, dass es der Familie gut geht, dass die Eltern zusammenbleiben.» Zwei Kinder erzählen, wie schwierig sie die Trennung ihrer Eltern erlebt haben. «Ich war traurig, ich bin es heute noch.» Was braucht es zum Glück?

Max wünscht sich ein Telefon. Ist das der Glücksbringer, wenn man allein ist? Oder das TV-Gerät? Eine Diskussion über mögliche TV-Regeln innerhalb der Familie kommt jetzt in Gang.

Im Spiel nimmt jetzt Fitzlibutzli, der Geist, Einfluss und entführt Max ins Land der Wünsche. Gespannt beobachten die Kinder, wie es Max ergeht, dort, wo er alles erhält. Alles? «Was kann ihm der Geist nicht geben?», fragt Bühlmann. «Die Liebe» sagt ein Mädchen, «selbst eine gewisse Strenge der Eltern ist auch Liebe». Da staunen der Spieler und Lehrerin.

Nun, Max will zurück zu den Eltern und erfährt, dass er von der Grossmutter kein iPhone erhält. Die Oma hat mit den Eltern verhandelt und schenkt ihrem Enkel einen Hund. Diese letzte Szene dürfen die Kinder mit den Puppen spielen. Und tun es mit grossem Eifer.