Reinach

Warum Urs Hofmann die Geschichte der Fischer Reinach AG verschlang wie einen Roman

© Peter Siegrist

Die Metallfirma Fischer Reinach AG hat ihre Firmengeschichte in Buchform publiziert. Sowohl Gemeindeammann Martin Heiz als auch Regierungsrat Urs Hofmann betonten, sie hätten dieses Buch verschlungen wie einen Roman.

Aus Anlass des 175-Jahr-Jubiläums hat die Metallfirma Fischer Reinach AG ihre Firmengeschichte in Buchform publiziert. An der Vernissage im Theater am Bahnhof wurde «Die Häftlimacher» des Autors Christoph Zurfluh vorgestellt und von Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann und dem Reinacher Gemeindeammann Martin Heiz gewürdigt.

Für Peter Fischer, der heute als Vertreter der sechsten Generation das Unternehmen führt, ist durch das Aufarbeiten des Materials aus dem Firmenarchiv «ein schönes und ehrliches Dokument» entstanden. «Das Buch dokumentiert aber auch die Industriegeschichte unserer Region» sagte Fischer, «eine Region, die es schon immer etwas schwerer hatte als andere und einige Rückschläge verkraften musste.» Es sei immer sein Wunsch gewesen, die Firmengeschichte zu publizieren, und damit auch die Geschichte einer Unternehmerfamilie, welche die Firmenwerte über die eigenen Interessen stellte.

Sowohl Gemeindeammann Martin Heiz als auch Regierungsrat Urs Hofmann betonten, sie hätten dieses Buch verschlungen wie einen Roman. Heiz, der in Reinach aufgewachsen ist, erinnerte sich an seine Kindheit und Begegnungen mit Mitgliedern der Familien Fischer. Und eine Besonderheit dürfe nicht unerwähnt bleiben, sagte Heiz. Dabei wies er auf den Kreisel Hauptstrasse-Spitalstrasse hin, dessen vierter Arm die Zufahrt zum Firmenareal der Fischer Reinach ist. «Welche Fabrik verfügt schon über einen direkten Kreiselanschluss!».

Regierungsrat Hofmann sagte, die Unternehmerfamilien Wirz und Fischer seien beim Lesen des Buchs rasch lebendig geworden. Lebendig, mit ihren Erfolgen und Tiefs, mit ihren unterschiedlichen Charakteren und Ansichten und Auseinandersetzungen. Für ihn sei dieses Buch spannend, sagte Hofmann, weil es nicht nur die 175 Jahre einer Familiensaga aufzeige, sondern, weil es ihm einen vertieften Einblick in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Oberwynentals gewähre. Es sei besonders verdienstvoll, so Hofmann, dass die Menschen spürbar würden. «Die Geschichte lebt ja nicht durch Zahlen und Bilanzen, sondern durch die Menschen, die Zukunft machen», so Hoffman «und die für ihr Werk Verantwortung übernehmen müssen.»

Der Autor des Buches, der Historiker und Publizist Christoph Zurfluh, durfte für sein Werk viel Lob entgegennehmen. Zurfluh selber sagte, er sei völlig unvoreingenommen an die Arbeit herangegangen. Was ihn fasziniert habe, sei die lange Geschichte des Unternehmens. Es sei ihm bewusst geworden, dass sich von den Fischern keiner je in ein gemachtes Nest setzen konnte.

Ausstellung: Freitag, 20. 1., 17–20 Uhr; Samstag, 21. 1., 12–17 Uhr; Gambrinus-Haus, Hauptstr. 83; Reinach.

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