Einmal mehr läuft bei der Sanierung der Unterkulmer Schulanlage Färberacker etwas nicht nach Wunsch: «Das sportliche Terminprogramm sah vor, dass sämtliche Arbeiten bis nach den Herbstferien abgeschlossen sind», schreibt der Gemeinderat Unterkulm. Unvorhergesehene Mehrarbeiten und Verzögerungen seitens der Lieferanten würden nun aber zu einer Verlängerung bis Ende Jahr führen. Einzig die Turnhalle werde nach den Herbstferien wie geplant wieder benutzt werden können.

«Der Einzug in die Schulräume wird nach heutigen Erkenntnissen spätestens bis Ende Jahr stattfinden», schreibt der Gemeinderat. Demzufolge werde die Schule ihrer «Schlumpf-Bude», dem Provisorium aus 44 Containern, für weitere drei Monate treu bleiben müssen.

Die Gründe für die Verzögerung bei der auf 5,9 Millionen Franken veranschlagten Sanierung sind vielfältig. Neben Überraschungen scheinen auch einige Lieferanten die Bauleitung im Stich gelassen zu haben. «Nicht alle Zulieferer konnten pünktlich das benötigte Material bereitstellen. Fixe Liefertermine blockierten den Baufortschritt», schreibt der Gemeinderat.

Und weiter: «Bereits bei der Schadstoffsanierung traten erste Verzögerungen auf. Die Anforderungen an eine sorgfältige und verantwortungsvolle Sanierung forderten umfangreichere Eingriffe als geplant.» Im Laufe der Fassadensanierung habe man zudem festgestellt, dass die bisher nicht sichtbaren Korrosionsschäden an den Armierungen weiter fortgeschritten seien als zunächst angenommen. Bei den Grabarbeiten zum Lifteinbau sei überraschend ein Versorgungskabel zum Vorschein gekommen. Zudem habe eine rund einen Meter dicke Decke bei den Durchbrucharbeiten zu einem wesentlichen Mehraufwand geführt. (uhg)

Hier hängt ein Schulzimmer: Anlieferung des Schulhausprovisoriums:

Hier hängt ein Schulzimmer

Video vom 20. März 2018