Dass die Bauchwehkoralle kaum mundet, sagt ihr Name. Auch der Narzissengelbe Wulstling klingt wenig gesund. Und der Goldzahnschneckling? Das Kuhmaul? Der Schiefknollige Anis-Champignons ist essbar. Wie die Krause Glucke, ein Pilz, keine Henne mit Dauerwellen.

Rund 100 Pilze, alle in Schöftland und Umgebung gefunden, zeigte der Pilzverein Region Schöftland am Wochenende. Gewaltig, diese Vielfalt in Formen und Farben! Ob essbar oder nicht: Wer in den Wald geht, lernt staunen. Stinkschirmling, Ziegelgelber Schleimkopf: Allein die Namen regen die Fantasie an.

Die Breitblättrige Glucke.

Die Breitblättrige Glucke.

Von Mai bis November treffen sich die aktiven Mitglieder des Vereins einmal wöchentlich, um die mitgebrachten Pilze zu verarbeiten: putzen, rüsten, blanchieren, vakuumieren, einfrieren. «Dieses Jahr sammelten wir etwa 120 Kilo», sagt Denise Häfeli, zusammen mit Rosmarie Zgraggen amtliche Pilzkontrolleurin.

Am Wochenende kamen die gesammelten Funde als Pilz-Pastetli oder zu Schnitzel und Frites auf den Tisch. Die Ausstellung gab Gelegenheit zum Fachsimpeln und Neu-Pilzler gluschtig zu machen. Aber Achtung: Der Sammeltrieb, einmal geweckt, sei kaum mehr zu bändigen. Pilzlen kann süchtig machen.

Umfrage: Pilzlen kann zur Sucht werden; wie sind Sie dazu gekommen?