Menziken
Volles Haus im «Falki»: Die Erweiterung ist dringend nötig

Alterszentrum Falkenstein plant den Ausbau seines Angebotes an Wohnplätzen. Geplant sind eine Pflegestation mit 15 Plätzen und zwei Ferienzimmer. Zudem sollen Räume für zwei Wohngruppen für je acht Personen entstehen.

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Falkenstein plant einen Erweiterungsbau auf dem Grundstück vor der Villa und dem Neubau von 1998. psi

Falkenstein plant einen Erweiterungsbau auf dem Grundstück vor der Villa und dem Neubau von 1998. psi

Das Zentrum für Wohnen und Pflege im Alter der Falkenstein Asana AG, in Menziken liebevoll «der Falki» genannt, ist voll belegt. «Und die Warteliste ist lang», sagt Geschäftsführerin Rosmarie Peyer. Das Alterszentrum bietet heute 57 Zimmer an, dazu noch 9 Tagesplätze in der ans Heim angrenzenden Villa Herzog.

In diesen Tagen hat die Falkenstein Asana einen Architekturwettbewerb gestartet für die Planung eines Erweiterungsbaus. «Bereits 2015 braucht es in der Region aargauSüd zusätzliche 65 Pflegeplätze», sagt Rosmarie Peyer. Nicht nur die Studie «Altersleitbild» des Gemeindeverbandes aargauSüd impuls, auch das Gesundheitsdepartement, haben für die Region mit zwölf Gemeinden diesen Bedarf aufgezeigt. «Wir vom Falkenstein sehen uns ganz klar als regionales Haus», sagt Peyer. Heute gelte für die Einwohner der Region die Wahlfreiheit, auch bei den Heimen.

Die verschiedenen Häuser der Region sprechen das Vorgehen bei der Angebotserweiterung untereinander ab. Während das Reinacher Altersheim Sonnenberg gegenwärtig sein Angebot an Plätzen für Demenzkranke ausbaut, plant jetzt die Falkenstein Asana einen Erweiterungsbau mit mehrfacher Nutzung.

Ausbau auf eigener Parzelle

Für die Ausarbeitung eines Studienauftrags wurden sechs Architekturbüros ausgewählt. Die Wettbewerbsteilnehmer werden bis Mitte Mai der Jury ihr Projekt einreichen. «Der Raumbeschrieb, detailliert bis zu den Lagerräumen, gibt den Architekten die nötigen Vorgaben», sagt Rosmarie Peyer.

Geplant werden eine Pflegestation mit 15 Plätzen und zwei Ferienzimmer. Die Raumgrösse und Ausstattung entspreche den Zimmern im heutigen «Neubau», so die Geschäftsführerin. Weiter werden Räume für zwei Wohngruppen mit je 8 demenzkranken Bewohnerinnen und Bewohnern geplant. «Diese Räume sind gekoppelt mit einem besonderen Demenzgarten, eine kantonale Vorgabe», sagt Peyer. Weiter wird die Seniorentagesstätte, die heute in der Villa Herzog eingemietet ist, ebenfalls in den geplanten Neubau verschoben. «Neu 10 Plätze, alles auf einem Geschoss», so Peyer. Die Erweiterung auf 10 Plätze ist mit der zunehmenden Nachfrage begründet.

Ist Mitte Mai das Siegerprojekt erkoren, beginnt in der zweiten Jahreshälfte die Detailplanung. Das neue Gebäude soll mit dem bestehenden Komplex verbunden sein, auch technische Einrichtungen werden zum Teil zentral geführt. Vorausgesetzt die Generalversammlung des Spitalvereins (Bauherr) genehmigt den Kredit von rund 14 bis 15 Millionen Franken, ist Mitte 2015 Baustart, und in der zweiten Hälfte von 2017 sollen bereits die ersten Bewohner im neuen «Falki» einziehen.