Seitdem er im letzten Juli entschieden hatte, dass er nochmals kandidieren wird, ist bald ein Jahr vergangen. Hochstrasser (Grüne Partei) wurde im vergangenen September mit rund 250 Stimmen über dem absoluten Mehr als Vizeammann wiedergewählt.

In den vorangegangenen vier Jahren im Gemeinderat war er zuständig für die Ressorts Kultur und Sport, Bildung und Wirtschaft. Diese Ressorts hat er in die neue Amtsperiode, die Anfang Jahr begann, mitgenommen. «Es mag überraschen, dass mein Rücktritt doch recht kurz nach Beginn der neuen Amtsperiode erfolgt», schreibt er.

Ersatzwahl im September

«In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass meine Kräfte nicht mehr die sind, die sie früher und bis vor nicht so langer Zeit waren», begründet Hochstrasser seinen Entscheid. Die intensive Arbeit und die geforderte hohe Präsenz als Gemeinderat und Vizeammann hätten immer schwerer gewogen.

«Altersbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen begannen sich auf die Qualität meiner Gemeinderatsarbeit in einem Masse auszuwirken, dass sie meinen eigenen Massstäben oft nicht mehr genügen konnte», sagt der 69-Jährige. Er möchte deshalb seine Kräfte vermehrt schonen und im Gemeinderat einer jüngeren Kraft Platz machen.

Im Amt will er so lange bleiben, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden wird. Die Ersatzwahl findet am 28. September statt. Doch wie sieht er die Chancen, dass der Sitz besetzt werden kann? «Grundsätzlich ist es immer schwierig, jemanden zu finden», sagt er. Er sagt auch, dass es vielleicht an einem «anständigen Honorar» fehle.

Im letzten Jahr hatte Hochstrasser sein Buch «Konsumismus – Kritik und Perspektiven» vorgestellt. Dieses Thema werde ihn auch künftig beschäftigen. Doch: «Ich werde zuerst lernen müssen, weniger zu machen.» (cfü)