Hirschthal
Vision für das Suhrental: Ein Windrad liefert Strom für 1000 Haushalte

Nik Walther stellte in der Biberburg seine Windenergie-Vision für das Suhrental vor. Ein Windrad auf dem Chalt ob Staffelbach könnte seiner Meinung nach für rund 1000 Haushalte Energie liefern.

Peter Weingartner
Merken
Drucken
Teilen
Referent Nik Walther erläutert vor der Karte seine Vision vom Nutzen der Windenergie. wpo

Referent Nik Walther erläutert vor der Karte seine Vision vom Nutzen der Windenergie. wpo

Peter Weingartner

«Energie für 1000 Haushalte, doppelt so viel, wie für Staffelbach nötig» brächte ein Windrad auf der Altrüti auf dem Chalt, sagt Nik Walther. Der Student der Energie- und Umwelttechnik präsentierte in der Biberburg in Hirschthal die Ergebnisse seiner detaillierten Vorabklärungen.

Je höher, desto ergiebiger

Messungen auf 60, 100 und 140 Metern Höhe hätten ergeben, dass auf 140 Metern Höhe die Windstärke grösser sei. Darum bringe ein Windrad auf grosser Höhe mehr als drei kleine Räder.

Der Richtplan des Kantons spricht von «in der Regel drei Anlagen». Das Gebiet oberhalb von Staffelbach und Reitnau ist als eines von fünf «Windgebieten» im Aargau definiert. Nutzungsplananpassungen und Baugesuche müssten vom Kantonsparlament und den Standortgemeinden abgesegnet werden.

Investition von sechs Millionen

Sechs Millionen würde ein solches Werk kosten. Walther stellt sich vor, dass die Bevölkerung, auch die Gemeinden, sich beteiligen könnten an einer entsprechenden Aktiengesellschaft. Eine Erweiterung sei möglich.

Der Initiant ging auch auf Geräuschpegel und Schattenwurf ein. Die Distanz zur nächsten Siedlung beträgt 550 Meter, ist also fast doppelt so gross wie sie der Richtplan als Minimum empfiehlt.

Walther ist mit der Vogelwarte Sempach und Fledermausexperten im Kontakt. Kein Problem sind die Wildtiere am Boden: Sie gewöhnten sich rasch ans Windrad.

Zufahrt möglich

Nik Walther hat sich überlegt, wie die Bauteile zum Standort gebracht werden könnten. Ins Gewicht fällt das Maschinenhaus, während die Rotorenblätter mit 60 Metern Länge bei Kurven ein Problem hätten.

Auf zwei verschiedenen Routen liesse sich das machen, sagte Walther. Ein solches Bauwerk will gut verankert sein: Eine Betonplatte von 20 Metern Durchmesser, drei Meter dick und einen Meter unter dem Boden (was eine Bewirtschaftung ermöglicht) soll dem Windrad Stabilität verleihen.

Nik Walther ist von der Rentabilität einer Anlage überzeugt, wenn die Einspeisevergütungen fliessen und der Eurokurs nicht steigt. Den Wind sieht er als «Oil of Staffelbach»; es gelte ihn nicht ungenutzt vorbeiziehen zu lassen.