Holziken
Vierzigjähriger Kindergarten hat ausgedient

Am Montagabend entscheidet die Gemeindeversammlung über die Zukunft des Kindergartens. Das Areal, auf dem der heutige Kindergarten seit 1971 steht, soll verkauft werden. Konkrete Interessenten gibt es derzeit nicht.

Nadja Rohner
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Der alte Kindergarten an der Waagstrasse wurde im Jahr 1971 erbaut und soll jetzt ersetzt werden.Barbara Vogt

Der alte Kindergarten an der Waagstrasse wurde im Jahr 1971 erbaut und soll jetzt ersetzt werden.Barbara Vogt

Die Holziker Kindergärtler sollen im Juli 2015 ein neues Domizil erhalten – so sieht es zumindest der Gemeinderat vor. Dafür beantragt er beim Souverän an der Gemeindeversammlung vom 1. Juli einen Projektierungskredit von 120 000 Franken.

Schulraum wird knapp

Im Zuge der Schulreform 6/3 seien zusätzliche Räume erforderlich, teilt die Gemeinde mit. Das Areal, auf dem der heutige Kindergarten seit 1971 steht, soll verkauft werden. Konkrete Interessenten gibt es derzeit nicht.

Als Ersatz will der Gemeinderat auf dem Schulhausareal Hueb, südlich des Schulhauses, ein neues Gebäude erstellen. Im Erdgeschoss sollen drei Klassenzimmer für die Kindergärten entstehen, im Untergeschoss eine Bibliothek und ein Lagerraum.

Baubeginn nicht vor 2014

Wenn der Souverän den Projektierungskredit bewilligt, erarbeitet ein Architekturbüro bis im Spätsommer dieses Jahres das konkrete Bauprojekt. Der Kostenvoranschlag wird voraussichtlich Ende 2013 vorliegen, sodass im Februar 2014 an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über den Baukredit befunden werden könnte.

Vorerst ist dies aber noch Zukunftsmusik. Die Stimmbürger müssen sich aktuell damit auseinandersetzen, ob sie einen Verpflichtungskredit über 250 000 Franken für den Strassenunterhalt und kleinere Ausbauten genehmigen wollen.

Der Rahmenkredit wird für die Jahre 2013 bis 2016 in jährliche Tranchen von rund 60 000 Franken aufgeteilt. Bereits im Jahr 2009 wurde ein solcher Kredit gesprochen, dieser ist mittlerweile aufgebraucht.

Kreditvorgaben nicht eingehalten

Traktandiert sind ausserdem zwei Kreditabrechnungen, eine für die «periodische Wiederinstandstellung der Flurwege» und eine für die «Erneuerung der Kanalisationen».

Die Instandstellung der Flurwege war teurer als geplant, der Kredit wurde um rund 54 000 Franken überschritten. Dafür weist die Abrechnung für die Kanalisationsarbeiten eine deutliche Kreditunterschreitung und damit Minderausgaben von rund 242 000 Franken auf.

Die Rechnung 2012, die den Stimmbürgern vorgelegt wird, schliesst mit einem Gewinn von 241 257 Franken. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern ergaben sich Mindereinnahmen.

Diese konnten jedoch mit Mehreinnahmen bei Grundstückgewinnsteuern und Erbschaftssteuern sowie unerwarteter Rückerstattungen bei der Sozialhilfe aufgefangen werden.

Der Gemeinderat beantragt schliesslich für sich selber eine Anpassung der Entschädigung für die nächste Amtsperiode. Während der Ammann jährlich 2000 Franken mehr erhalten soll, sind es für die übrigen Gemeinderäte nur gerade 200 Franken.

Einwohnergemeindeversammlung: 1. Juli 2013, 19.30 Uhr, Gemeindehaus.