Uerkheim
Viele Informationen und etwas Kritik

Die Geschäfte der Wintergmeind am Freitagabend waren unbestritten: Die Kreditabrechnung über die Revision der Nutzungsplanung sowie das Budget 2011 mit einem unveränderten Steuerfuss von 123 Prozent wurden genehmigt.

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Keystone

Letzteres mit einer Gegenstimme: Stimmbürger Hans Widmer kann sich mit dem aktuellen Steuerfuss nicht einverstanden erklären, ihm macht die finanzielle Situation der Gemeinde Sorge. «Ich sehe keinen Lichtschimmer am Horizont und ich frage mich, wie es in den nächsten Jahren in Uerkheim aussehen wird.» Widmer verzichtete auf einen entsprechenden Antrag, wünschte sich aber eine offene Informationspolitik des Gemeinderates.

Fusionsgespräch weiterführen

Unter Verschiedenem gabs dann viele Informationen: Gemeindeammann Markus Gabriel orientierte über das weitere Vorgehen des geplanten Zusammenschlusses Uerkheim-Zofingen. Der Stadtrat Zofingen hat im Oktober in Uerkheim angeklopft; beide Parteien entschieden sich, die Fusionsverhandlungen weiterzuführen.

Vorerst muss abgewartet werden, wie sich der Grosse Rat zur neuen kantonalen Vorlage stellt. Danach wird der Fusionsvertrag mit dem bereinigten Erläuterungsbericht verabschiedet. Ungewiss ist, wann die Gemeinde Uerkheim respektive die Stadt Zofingen über den Vertrag abstimmen, so Gabriel.

Sanierung wird auf Eis gelegt

Die Sanierung des Scheibenstands wird zurückgestellt, der Grund: Uerkheim ist nicht subventionsberechtigt, weil der Kugelfang in der Zone «Übriges Gemeindegebiet» und nicht in der Landwirtschaftszone liegt. Die Behörde überlegt sich, ob sie eine Umzonung vornehmen will.

Verzögerte Regenbecken-Planung

Auch die Planung des Regenrückhaltebeckens zieht sich in die Länge: Die Arbeit des beauftragten Ingenieurbüros befriedigte die Behörde nicht, die Kosten stiegen und stiegen. Deshalb beauftragte der Rat ein neues Ingenieurbüro.

Der Ausbau der zweiten Etappe der Bergstrasse (Bodenacker–Weiheracherli) gelangt im nächsten Sommer zur Abstimmung. Weil die Brücke bei der Hauptstrasse erneuert werden muss, gibts einen dritten Etappenabschnitt.

Ehrenbürgerrecht für Ammann?

An der Gemeindeversammlung wurde alt Gemeindeammann Markus Kappeler verabschiedet. 1996 trat er in den Gemeinderat ein, 2002 wählten ihn die Uerkner Stimmbürger zum Gemeindeammann. Zum Dank für sein Engagement erhielt er einen Blumenkorb sowie einen Gutschein fürs Fitnesszentrum.

Stimmbürger Hans Widmer stellte den Überweisungsantrag, Markus Kappeler das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Er sei beeindruckt gewesen, wie Kappeler es mit seiner ruhigen Art und Weise fertigt gebracht habe, dass die Uerkner wieder anständig miteinander umgingen.

Der Gemeinderat werde den Antrag prüfen, so der jetzige Gemeindeammann Markus Gabriel. Dann allerdings müsse man andere ehemalige Ammänner gleich behandeln und diesen ebenso das Ehrenbürgerrecht verleihen. (bA)

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