Holziken

Vereinter Einsatz gegen Schilf und Brombeeren

Jeweils am ersten Samstag im November treffen sich der Natur- und Vogelschutzverein sowie Dorfbewohner zu einem Arbeitstag, um die Weiher bei der Kiesgrube und deren Umgebung zu pflegen.

Ziegen und Galloway-Rinder helfen unter dem Jahr dem Natur- und Vogelschutzverein, die Weiher bei der Kiesgrube und deren Umgebung zu pflegen. Doch einmal im Jahr müssen die Mitglieder selbst anpacken. Immer am ersten Samstag im November treffen sie sich zu einem Arbeitseinsatz und werden dabei von Dorfbewohnern unterstützt.

Auch Neophyten müssen weg

Am Samstag konnte der Regen die rund 12 Helfer nicht von ihrem Einsatz für die Natur abhalten. Nicht nur die Weiher bei der Kiesgrube, auch der Möösli- und der Bachtalenweiher wurden von ungebetenen Pflanzen befreit. Gleich als Erstes stiegen Simon Lüscher, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins, und seine Kollegen in die Fischerstiefel und wagten sich ins kalte Wasser der Weiher. Dort rissen sie von Hand das Schilf aus. Dieses nimmt den Weihern viel Licht weg, welches die Amphibien dringend benötigen, um einen optimalen Lebensraum vorzufinden. Auch Neophyten, also Pflanzen, welche nicht zur natürlichen Flora der Schweiz gehören und einheimische Gewächse verdrängen, entfernten die Helfer.

Einen fast aussichtslosen Kampf führten sie gegen die Brombeeren. Mit der Motorsense wurden die Triebe geschnitten und anschliessend auf einen grossen Haufen gelegt. Für diese Arbeit brauchte es neben dicken Handschuhen auch eine Gartenschere, denn die Triebe können nicht von Hand zerrissen werden, und wer sich darin verfängt, kommt nur mit Mühe wieder heraus. Bleiben kleinste Stücke liegen, wachsen die Sträucher gleich wieder. «Unsere Arbeit ist ein Tropfen auf den heissen Stein», meinte Hans Lüthy.

In Zukunft mehr Kinder

Simon Lüscher freute sich über den Einsatz der zahlreichen Helfer. «Jeder kann danach mit einem guten Gewissen heimgehen», meinte er. «Er hat etwas für die Natur, für die Gemeinde und für sich selbst geleistet.» In Zukunft möchte der Verein den Einsatz von Familien mit Kindern fördern.

Die vier Männer, welche bei den Grubenweihern gegen die Brombeeren kämpften, waren sich über ihre Motivation einig. «Es ist schön, dass man mithelfen und selbst etwas tun kann», erklärte Erich Spalinger stellvertretend für alle.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1