Die acht Gemeinden des Rueder- und des oberen Suhrentals als Aktionäre der Regionalen Alterszentrum Schöftland AG haben Grosses vor.

Auf dem Areal bei der geschützten Wohngemeinschaft «Untere Mühle» an der Suhre soll Platz für weitere rund 30 Demenzkranke geschaffen werden.

Kostenpunkt gemäss Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Würgler an der Generalversammlung: 8 bis 9 Millionen Franken. Das Land gehört bereits der AG und bietet noch Platz für einen dritten Bau.

Eigens angestellter Architekt

Auch um Kosten zu sparen (Architektenwettbewerb) hat die AG in einem 50-Prozent-Pensum den Architekten Klaus Reihlen angestellt.

«Demenzpatienten müssen im Wohnen Erlebnisse haben können», sagte Reihlen. Er zeigte den Delegierten der Aktionärsgemeinden, wie die nun vorliegende Lösung aussieht. Das neue Gebäude soll über einen geschlossenen Gang mit der bestehenden Station mit 20 Patienten verbunden werden. Es umfasst drei Stockwerke.

In den oberen beiden Stockwerken sind je sechs Zimmer mit insgesamt 13 Betten vorgesehen. Dazu kommen zwei Aufenthaltsräume, die miteinander verbunden sind. Nischen sind ebenfalls eingeplant, aber auch Rundläufe sind möglich. Warum nicht Einzelzimmer? Würgler verwies auf Erfahrungen in anderen Institutionen: Die Patienten schliefen meist nur im Zimmer und verbrächten den Rest der Zeit in den anderen Räumen und in Gesellschaft. Ihre Bedürfnisse zu erfahren, sei schwierig.

Im Erdgeschoss ist eine Tagesstätte für bis zu zehn Personen geplant. Dazu kommt neben den technischen Räumen die Wellnesszone, der auch einen Raum der Stille und ein Zimmer zum «Snözelen» umfasst: Entspannung.

Nun geht es an die Detailplanung, denn noch diesen Sommer wird das Baugesuch eingereicht. Wegen der Länge des Komplexes – die zwingend nötige Verbindung beider Gebäude macht es aus – bedarf es einer Sondergenehmigung durch die Gemeinde. Klaus Reihlen und Hans-Rudolf Würgler rechnen mit Baubeginn im Februar/März 2015.

Abschluss mit Gewinn

Die statutarischen Geschäfte der GV gingen diskussionslos über die Bühne. CEO Thomas Zeller wies auf das Fitnessangebot im Zentrum hin, das seit Herbst 2013 besteht: «Die positiven Effekte sind erfassbar.» Trotz seines sehr guten Rufes sei es zuweilen schwierig, ausgebildetes Personal zu finden. Nachholbildungen für Erwachsene sollten da etwas Abhilfe schaffen. Und einen wichtigen Beitrag leisteten die mehr als 50 freiwilligen Mitarbeitenden.

Die AG hat 2013 einen Gewinn von 140 000 Franken erwirtschaftet, welcher den gesetzlichen Reserven zugewiesen wird.

Die Erweiterung der Wohngemeinschaft für Demenzkranke ist einer von drei Teilen eines umfassenden Bau- und Sanierungsprojekts.

Im Pflegebereich stehe ein Teilneubau an; dazu sei die Angebotserweiterung beim betreuten Wohnen ein Thema.

Da die Aktionärsgemeinden mehrheitlich weder Darlehen noch À-fonds-perdu-Beiträge leisten und auch das Aktienkapital nicht erhöhen wollten, soll die Finanzierung aus dem laufenden Betrieb erfolgen. Das zwinge zur Etappierung und Optimierungsmassnahmen auf der Einnahmen- und auf der Ausgabenseite.