Menziken

Unnötiger Lärm erregt Ärger: Auto-Poser nutzen Schikanen auf Parkplatz für Slalom-Parcour

Ärger mit Auto-Posern in Menziken

Der Beitrag von Tele M1 zum Auto-Poser-Problem in Menziken.

Die Anwohner des Badi-Parkplatzes in Menziken ärgern sich über den Lärm von getunten Autos. Die Gemeinde ging schon gegen die Auto-Poser vor – ohne Erfolg.

Auf dem Badiparkplatz in Menziken treffen sich regelmässig sogenannte Auto-Poser. Sie lassen die Motoren ihrer aufgemotzten Autos aufheulen und driften herum, bis die Reifen quietschen – sehr zum Ärger der Anwohner. Am Dienstag hat die Kantonspolizei einen Junglenker mit qualmenden Reifen geschnappt und ihm den Fahrausweis abgenommen.

Die schwarzen Spuren auf dem Asphalt zeugen von den "nächtlichen Vollgas-Orgien", wie es im Beitrag von Tele M1 heisst. "Ich bin froh, haben sie einen erwischt", sagt eine Anwohnerin zum Regional-TV-Sender.

Die Kantonspolizei nahm den Poser am Dienstagabend geradezu in Empfang. Mediensprecher Roland Pfister sagt: "Die Polizei war vor Ort, als der PW-Lenker mit einem BMW kam." Er habe dann einen sogenannten Burn-out hingelegt, bis die Reifen qualmten. Und das um 22.30 Uhr.

Betonblöcke nehmen zu viel Platz weg

Die Gemeinde ist sich des Problems bewusst und hat reagiert – allerdings mit wenig Wirkung. Mit Schwellen wollte man verhindern, dass die Poser auf dem Parkplatz ihrem Hobby frönen. "Es sieht jetzt so aus, als würden sie die Schwellen nutzen, um darum herumzukurven", sagt Hans-Heinrich Leuzinger, SVP-Gemeinderat von Menziken.

Man habe sich schon überlegt, Betonblöcke aufzustellen. Diese brauchen allerdings viel Platz. An den heissen Tagen brauche man jeden einzelnen Badi-Parkplatz.

Die Polizei will den Auto-Poser-Treffpunkt regelmässig kontrollieren. Wer dabei erwischt wird, unnötig Lärm zu verursachen, riskiert eine Busse und den Führerausweis-Entzug. (mwa)

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