Beim Unfall am Mittwoch geriet das Auto bei Reinach von einer Strasse ab und prallte in einen alten Nussbaum. Hinter diesem befindet sich ein Geländer, danach geht es mehrere hundert Meter ein Bord hinunter. Nicht auszudenken also, was hätte passieren können, wäre nicht der mächtige Baum im Weg gestanden.

Die Lenkerin, eine 40-jährige Deutsche aus dem Raum Waldshut (D), war vor dem Unfall den Homberg hinuntergefahren. Selbst zog sie sich Prellungen zu, ihr mehrere Monate altes Baby blieb unverletzt, den Sachschaden schätzte die Kantonspolizei Aargau auf 25‘000 Franken.

Doch die Lenkerin muss auch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Sie war nämlich mit Sommerreifen unterwegs.

Das ist im Winter zwar nicht verboten. «Das Strafrecht knüpft an der Gefährdung von Personen an, sei es von Insassen oder weiteren Verkehrsteilnehmern », führt der Aargauer Anwalt Kenad Melunovic gegenüber Tele M1 aus. Strafrechtliche Folgen werde es haben, sagt er, «wenn es zu einer Verletzung gekommen ist oder zu einer ernsthaften Gefährdung des Kindes». Damit müsste die Lenkerin also mit einer Bestrafung rechnen. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. (pz)

Die Lenkerin mit Baby an Bord rutscht in Reinach in einen Baum.

Die Lenkerin mit Baby an Bord rutscht in Reinach in einen Baum.