Schmiedrued-Walde
«Umbenennung»: Gemeinde Schmiedrued verzichtet auf den Zusatznamen Walde

Die Gemeinde tritt ab dem 2. September mit neuem Logo auf und kehrt zum offiziellen Gemeindenamen zurück.

Flurina Dünki
Merken
Drucken
Teilen
Der Name «Wald» fällt weg: Die Gemeinde Schmiedrued-Walde verzichtet auf einen Teil seines Namens.

Der Name «Wald» fällt weg: Die Gemeinde Schmiedrued-Walde verzichtet auf einen Teil seines Namens.

Katja Landolt

Es sah aus wie ein kleiner Verwaltungsakt und entwickelte sich zur mittleren Staatskrise: die Meldung, dass die Gemeinde Schmiedrued nicht mehr unter dem Namen «Schmiedrued-Walde» auftritt, sondern nur noch unter «Schmiedrued».

Auslöser war ein E-Mail der Gemeindeverwaltung, das am 29. Juli an die lokalen Medien versandt wurde. Sie informierte darin, dass das der Gemeinderat und die Verwaltung «ab sofort nur noch den amtlichen, offiziellen Gemeindenamen ‹Schmiedrued› verwendet und nicht mehr ‹Schmiedrued-Walde›».

Das hat das «Wynentaler Blatt» thematisiert und schrieb in seinem Beitrag unter anderem: «Walde verschwindet ersatzlos.» Und: «Die Gemeinde Schmiedrued setzt sich aus verschiedenen Ortsteilen zusammen, da ist es nur richtig gegenüber Schiltwald, Eggschwil, Lören, Hochrüti, Nütziweid, Bodenrüti und Rehhag, dass Walde keinen Sonderstatus einnimmt.»

Mit Doppelnamen mehr Bedeutung zumessen

Der Bericht hat auf der Schmiedrueder Verwaltung zu Aufregung geführt. Dies nicht zuletzt, weil sich Bewohner bei den Behörden meldeten, irritiert darüber, was mit dem Dorfteil Walde passiert.

Rückblick: Vor etwa 20 Jahren beschloss die Gemeinde Schmiedrued (besteht primär aus den Ortsteilen Schmiedrued, Walde, Schiltwald und Rehhag), im offiziellen Gemeindeauftritt den Namen «Schmiedrued-Walde» zu verwenden. Dies, weil man dem oberen Dorfteil Walde Bedeutung beimessen wollte.

«Auch heute ist der Ortsteil Walde sehr wichtig, immerhin ist jetzt auch die Verwaltung heraufgezogen», sagt Frau Gemeindeammann Marliese Loosli, als sie im vor einem Jahr eingeweihten Gemeindehaus den Namenswechsel erklärt. Der Gemeinde-Doppelname sei aber stets ein inoffizieller gewesen. Im amtlichen Gemeindeverzeichnis der Schweiz sei der Name immer Schmiedrued gewesen, sagt Loosli.

«Mit dem Bezug des neuen Gemeindehauses wollten wir unseren offiziellen Auftritt generell etwas auffrischen, haben ein neues Logo und einen neuen Schriftzug kreiert.» Das bisherige Logo zeigte das Schmiedrueder Wappen auf grünen Hügeln, zwischen denen die Ruederchen fliesst. Das neue ist schlicht gehalten, die Ruederchen schlängelt sich jetzt durch den Buchstaben «S», neben dem «Gemeinde Schmiedrued» steht. Der bisherige Slogan «natürlech xond läbe» fällt weg.

Die Schmiedrueder konnten an der diesjährigen Sommergmeind zum ersten Mal die neue Erscheinung begutachten.

Walde darf auch weiterhin auf Briefcouvert stehen

Im Zuge der Erneuerung des Gemeindeauftritts, sagt die Frau Gemeindeammann, sei man zum offiziellen Gemeindenamen zurückgekehrt. «Der Ortsteil Walde verliert deshalb keineswegs an Gewicht.» Auch könne jeder, der seine Post an «5046 Walde» senden liesse, dies weiterhin tun. Die Postleitzahl sei ja im ganzen Gemeindegebiet dieselbe.

Neue Internetadresse ab nächster Woche

Die Internetadresse der Gemeinde lautet im Moment noch www.schmiedrued-walde.ch. Doch sie ist bald Geschichte. Nächsten Montag geht die Verwaltung mit www.schmiedrued.ch online.

Neu wird auch die Internetseite der Schule Schmiedrued über die Gemeindeseite angeklickt.
Auch eine neue Dorfzeitung erhalten die Schmiedrueder. Das «Ruederblatt», das bisher viermal im Jahr erschien, wird durch «Schmiedrued Aktuell» mit zehn Ausgaben im Jahr ersetzt.