Menziken
Um den freien Sitz im Gemeinderat Menziken kommt es zur Kampfwahl

In Menziken kommt es zur Kampfwahl. Für die Ersatzwahl im Gemeinderat haben sich drei Kandidaten mit unterschiedlichen Profilen angemeldet. Am Sonntag fällt die Entscheidung.

Christine Fürst
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Kandidaten für Menziker Gemeinderat (von links): Hans-Heinrich Leuzinger, Heidi Gubler und Manfred Thomann.

Kandidaten für Menziker Gemeinderat (von links): Hans-Heinrich Leuzinger, Heidi Gubler und Manfred Thomann.

Zur Verfügung gestellt

Wird ein Sitz frei im Gemeinderat oder in einem anderen Amt, ist es oft schwierig, geeignete Kandidaten zu finden. Nicht so in Menziken: Für den Gemeinderatssitz des verstorbenen Werner Häusermann (SVP) haben sich drei Kandidaten gemeldet. Eine Kampfwahl ist also vorprogrammiert.

Die Sozialpädagogin

Heidi Gubler (parteilos) kandidierte bereits im Jahr 2009 als Gemeinderätin, musste dann aber Jürg Rubin den Vortritt lassen. «Ich bin nach wie vor interessiert, etwas in der Gemeinde zu bewegen und mitzuwirken», sagt sie. So schnell gebe sie nicht auf, schliesslich sei sie Bergmarathonläuferin. Im Ausdauersport hat Heidi Gubler schon mehrere Auszeichnungen errungen.

Und die Gemeinde bedeutet ihr viel: «Hier habe ich meine Wurzeln gefunden, hier möchte ich alt werden.» Die 52-Jährige ist Sozialpädagogin und hat sich als Pädagogische Leiterin und Heimleiterin weitergebildet. Vor allem im kulturellen und im Bildungsbereich aber auch für die Natur und Umwelt möchte sie als vielleicht künftige Gemeinderätin etwas bewirken. Und: «Das Bürgerheim muss neu organisiert werden, sodass es kostendeckend ist und nicht über die Steuerzahler finanziert wird.»

Der Feuerwehrinstruktor

Hans-Heinrich Leuzinger steigt für die SVP als Gemeinderatskandidat ins Rennen. Der 57-Jährige wohnt seit 30 Jahren in Menziken und hat zwei Söhne. Seit 30 Jahren ist er auch in der Feuerwehr in Menziken tätig, im letzten Jahr ist er wegen der Fusion der Feuerwehren nach dreijähriger Tätigkeit als Kommandant zurückgetreten. «Eigentlich wollte ich weiter machen, da meine Ziele nie auf eine kurze Zeit in einem Amt ausgerichtet sind», sagt er heute. Beim Aargauischen Feuerwehrverband ist er Kursverantwortlicher.

«Nun will ich mich auf politischer Ebene einbringen», sagt er. «Ich will eine starke Sachpolitik betreiben, eine, die unser Dorf weiterbringt.» Es ist ihm wichtig, dass der Gemeinderat zukunftsorientiert handelt. Beruflich ist er in der Büromöbelfabrikation im Bereich Konstruktion und Entwicklung tätig. In seiner Freizeit segelt Leuzinger oft auf dem Hallwilersee.

Der Projektmanager

Der dritte Kandidat ist Manfred Thomann (62). Er wohnt seit 1990 in Menziken und ist Vater von zwei Töchtern. Das Dorf biete ihm eine gute Wohnqualität. Er ist parteilos, sieht sich aber politisch in der Mitte. Beruflich ist er im Bereich Projektmanagement mit der Fachrichtung Unternehmensberatung tätig. In seiner Freizeit ist er viel mit dem Hund unterwegs. Er war sechs Jahre in der Schulpflege und dort zuständig für die Finanzen, zudem war er zehn Jahre als Dienstchef im Zivilschutz und in der Feuerwehr aktiv.

Einsetzen will er sich für mehr Transparenz, für mehr Bürgernähe und für faire Steuern. «Ich finde, es ist nun an der Zeit, mich im Interesse der Bevölkerung einzubringen», begründet er seine Motivation. Menziken habe sich in den letzten zehn Jahren nicht gross verändert. «Wir verlieren nach wie vor gute Steuerzahler», sagt er. Und genau das will er ändern.

Am Sonntag wird die Menziker Stimmbevölkerung entscheiden, wer den vakanten Sitz im Gemeinderat besetzen wird.