Uerkheim

Uerkheim: Das Projekt Hochwasserschutz geht an der Urne bachab

Hochwasser vom Oktober 2012: Dass es einen Schutz vor dem Hochwasser braucht, ist klar. Doch nun muss ein neues Projekt ausgearbeitet werden.

Hochwasser vom Oktober 2012: Dass es einen Schutz vor dem Hochwasser braucht, ist klar. Doch nun muss ein neues Projekt ausgearbeitet werden.

Das Referendumskomitee war erfolgreich und die Stimmbürger sagten Nein zum geplanten Hochwasserschutzprojekt des Gemeinderates Uerkheim. Doch dass es ein Hochwasserschutzprojekt braucht, ist unbestritten.

Was die Gmeind im Juni dieses Jahres gutgeheissen hatte, hat die Bevölkerung nun an der Urne abgewiesen.

Und das ziemlich deutlich: Mit 362 Nein-Stimmen zu 134 Ja-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 50,91 Prozent wird das Hochwasserschutzprojekt abgelehnt.

«Das erste Projekt zum Schutz vor einem Hochwasser kommt nun nicht so, wie wir es geplant hatten», sagt Gemeindeammann Markus Gabriel. Die Enttäuschung im Gemeinderat sei gross.

Gemeinderat muss über die Bücher

Als im Oktober 2012 die Gemeinde Uerkheim von einem grossen Hochwasser heimgesucht wurde, machte sich der Gemeinderat sofort daran, ein Hochwasserschutzprojekt auszuarbeiten. So konnte bereits an der Gemeindeversammlung im Juni dieses Jahres ein erstes Projekt zur Abstimmung vorgelegt werden.

Die Gmeind sagte Ja zu einem Verpflichtungskredit über rund 2,5 Millionen Franken mit dem Uerkheim vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt werden soll. Weil im Oberdorf damals die grössten Schäden aufgetreten waren, hätte in einem ersten Schritt das Oberdorf geschützt werden sollen.

Mit einem zweiten Projekt wären im Unterdorf Massnahmen getroffen worden. Doch René Tresch, Beat Bertschi und Martin Leuppi reichten das Referendum ein.

Mit dem Nein an der Urne muss der Gemeinderat nochmals über die Bücher. «Es ist unbestritten, dass die Uerke zum Schutz vor Hochwasser ausgebaut werden muss», sagt Gabriel. Doch mit dieser Entscheidung falle nun der Zeitdruck weg.

Der Gemeinderat müsse das Projekt in der neuen Zusammensetzung analysieren. Gabriel kann sich aber durchaus vorstellen, dass die Projektierung des zweiten Projekts im nächsten Frühling vor die Gmeind kommen wird.

Der Ammann sieht zwei Gründe im Scheitern des ersten Projekts. Da die Gemeinde finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, hätten sich viele Einwohner nicht vorstellen können, wie man ein derart teures Projekt finanzieren könne ohne Steuererhöhung.

«Mit der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell und den kleineren Unterhaltszahlungen wäre dies jedoch möglich gewesen», sagt Gabriel. Zudem sei immer bemängelt worden, dass man im Oberdorf mit den Arbeiten beginnen wollte.

Komitee fordert Arbeitsgruppe

Ein solch deutliches Resultat hat das Referendumskomitee nicht erwartet, sagt René Tresch. Dass Uerkheim ein Hochwasserschutzprojekt brauche, sei klar. Das Komitee fordert nun eine Arbeitsgruppe, die ein Gesamtprojekt ausarbeitet.

«Diese Gruppe soll das Ganze nochmals überdenken und vor allem langfristig planen, auch was die Investitionen anbelangt», sagt Tresch. Er fordert, dass künftigt verschiedene Hochwasserschutz-Varianten geprüft werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1