Unterkulm
Turnhallen-Sanierung im Endspurt: Nur die Duschen fehlen noch

Die Färberacker-Sanierung in Unterkulm ist im Endspurt – ab Montag turnen die Kinder wieder drinnen. Bis Ende Jahr soll alles fertig sein

Melanie Eichenberger
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Turnhallen-Sanierung Unterkulm
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Schulzimmer mit Schalldämmung, Storen und Beleuchtung.mei
Ernst Hofmann, Präsident der Unterkulmer Baukommission.
Der neue Lift beim «Färberacker 1».

Turnhallen-Sanierung Unterkulm

Melanie Eichenberger

Die Unterkulmer haben ihre Doppelturnhalle wieder. Sie stand seit den Frühlingsferien wegen den Sanierungen an der Schulanlage Färberacker nicht mehr zur Verfügung. Ab Montag kann in der Turnhalle wieder Sitzball gespielt, an den Ringen geturnt oder von der Sprossenwand gesprungen werden. Nur die Duschen sind noch nicht ganz fertig. «Die sollten bis Ende nächster Woche installiert sein», sagt Präsident der Baukommission Ernst Hofmann. Bei der Anlieferung der Duschsäulen sei es zu Lieferverzögerungen gekommen.

Dank den warmen Temperaturen haben die Schüler in den vergangenen Monaten vorwiegend draussen ihre Turnstunden abgehalten. Pünktlich auf den Schulbeginn nach den Herbstferien können sie sich nun wieder in der Wärme austoben. Warm genug wird es künftig in der Turnhalle sein. Dafür sorgen die neue Lüftung und das zusätzliche installierte Heizelement. «Hier wurde mit Abwärme geheizt. Am Abend reichte das jedoch meist nicht mehr aus», so Hofmann. Jetzt könne zu Randstunden zusätzlich geheizt werden», so Hofmann.

Aufwendige Betonsanierung

Die Schulanlage Färberacker stammt aus dem Jahr 1972. An und in der Turnhalle wurde seither nichts gemacht. Und auch nach der Sanierung ist etwa der Boden noch derselbe. «Der Hallenboden ist noch in Ordnung und musste nicht ersetzt werden», sagt der Präsident der Baukommission. Im Zuge der Sanierung wurden in der Doppelturnhalle jedoch alle sanitären Anlagen und die Lüftung erneuert, die Wände frisch gestrichen und das Gebäude mit Brandmeldeanlagen ausgestattet.

Was bei der Sanierung der gesamten Schulanlage sehr viel zu tun gab, war die Betonsanierung der Gebäudefassaden. Die Korrosionsschäden an den Armierungen waren weiter fortgeschritten, als zunächst angenommen. «Mittels Abklopfen wurden aufgequollene und somit rostige Armierungen ausfindig gemacht», erklärt Ernst Hofmann. Danach sei der Beton abgespitzt, die Eisen behandelt sowie versiegelt, anschliessend seien die entstandenen Löcher mit neuem Beton aufgefüllt und die Fassade verputzt worden.

Schulhaus zu Weihnachten

Während die Hallen nun wieder benutzt werden können, dauert es bei der übrigen Schulanlage nicht wie geplant bis nach den Herbstferien, sondern noch bis Ende Jahr. «Die Abnahme ist auf Ende November geplant, die Schulklassen sollten vor den Weihnachtsferien zügeln können», sagt Hofmann. Ab Januar sässen die Schüler dann wieder im «Färberacker»-Schulhaus. Seit den Frühlingsferien werden die 200 Primarschüler in einem Schulhausprovisorium, der sogenannten Schlumpfbude, unterrichtet.

Die Schulanlage wird rollstuhlgängig sein, was bisher nicht der Fall war. Dafür sorgen die beiden neu gebauten Personenlifte. Die Schulzimmer nehmen bereits heute Formen an. Die neue Beleuchtung hängt, die elektrischen Storen sind montiert und die Decke mit Schalldämmung ausgestattet. Zudem wurden alle Zimmer mit EDV-Anschlüssen ausgerüstet, damit sie dann ab dem neuen Jahr mit moderner Schultechnologie bestückt werden können. Die Sanierung des «Färberackers» kostet die Gemeinde Unterkulm rund 5,9 Millionen Franken, wovon alleine für die Schadstoffsanierung 1,6 Millionen gesprochen wurden.