Muhen

Trommeln, pfeifen und tanzen – grosse Show am «Rhythm of T-O-M»

Spektakuläre Show mit Tambouren, Tänzern und Turnern am vierten «Rhythm of T-O-M». Eineinhalb Jahre Vorbereitung stecken hinter dem aufwendigen Anlass. Das Publikum bekam gar einen simulierten Autounfall zu sehen.

Schon nach der Halbzeit ist klar: Das vierte «Rhythm of T-O-M» wird nicht einfach zu toppen sein. Am Freitag- und Samstagabend fanden in der Turnhalle in Muhen die Aufführungen des Tambourenvereins Oberentfelden Muhen statt. Eineinhalb Jahre Vorbereitung stecken hinter dem Anlass. Nicht nur spektakulär getrommelt wurde, sondern auch gepfiffen, geturnt und getanzt. «Die Show baut sich langsam auf und zum Schluss folgt das Highlight», erklärte Ralph Hasler, der Vereinspräsident.

Trommlern und Pfeifer

Unter den Gästen hatte es der Tambouren- und Pfeiferverein Saas-Balen mit über drei Stunden Anfahrt am weitesten. Vom Wallis kamen sie, um mit den Tambouren in den Krieg zu ziehen. Denn wie Hasler erklärte: «Durch das Trommeln wurden die Truppen im Takt gehalten und im Wallis zusätzlich von den Pfeifern unterstützt.»

Doch auch andere Gäste entzückten mit gemeinsamen Auftritten. So tanzte die Showtanzgruppe Cubedancers von Oberentfelden passend zum Trommeln der Tambouren. Der Sportverein Satus Geräteriege Oberentfelden machte auf den zwei Minitramps über 100 Sprünge während die Tambouren Samba spielten.

«Schade, dass ich nicht mitturnen kann», meinte die 15 jährige Laura Schincariol. Sie ist Mitglied im Sportverein und weilte wegen eines Rückenproblems unter den Zuschauern. Das wäre der erste Auftritt zusammen mit ihrem 9-jährigen Bruder gewesen. «Marco ist seit 2008 bei den Tambouren dabei», erklärte sie. Marianne Stoob, die Mutter der beiden, meinte: «Das Trommeln zu Hause macht mir gar nichts aus – auch ich drehe die Musik mal laut auf.»

Autounfall auf der Bühne

Die Gesichter der Tambouren zeigten kaum ein Lächeln. Manuela Steiner, Moderatorin bei Radio Inside DAB+, führte durch den Abend und klärte das Missverständnis auf: «Es ist nicht so, dass es ihnen keine Freude macht, sie müssen sich einfach sehr konzentrieren.» Das ist auch verständlich, denn weit und breit war kein Notenblatt zu sehen.

Das Highlight der Show war ein simulierter Autounfall auf der Bühne. Da kommen bei Hasler Erinnerungen auf. 31 Jahre ist er bereits ein Tambour. Da hat man schon vieles erlebt: «Wir waren auf Vereinsreise in Italien und uns ging der Sprit aus.» Sie mussten den kleinen Bus bis zur nächsten Tankstelle schaukeln. Das Auto in der Show habe jedoch nichts mit dieser Geschichte zu tun. Auf die Frage, wann das nächste Rhythm of T-O-M stattfinde, meinte der Präsident nur: «Das wissen wir noch nicht. Wir machen es nach Lust und Laune.»

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