Trinkwasser

Trinkwasser in Kirchleerau und Moosleerau mit Fäkalbakterien verseucht

Die beiden Gemeinden warnen die Bevölkerung vor Gebrauch des Trinkwassers.

Die beiden Gemeinden warnen die Bevölkerung vor Gebrauch des Trinkwassers.

In Kirchleerau und Moosleerau darf das Trinkwasser ab sofort nicht mehr gebraucht werden. Es ist mit Fäkalbakterien verseucht und muss vor dem Gebrauch abgekocht werden. Einzig zum Duschen kann es noch gebraucht werden.

Waldburga Müller, Gemeindeammann von Kirchleerau, beruhigt die Bevölkerung: „Die Leute müssen keine Panik haben." Das Wasser sei zwar mit Fäkalbakterien verschmutzt. Gefährlich sei das aber eigentlich nur für Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Die Moosleerauer und auch die Kirchleerauer werden zurzeit von der Feuerwehr mit Flugblättern informiert. Darauf wird zu folgenden Vorsichtsmassnahmen aufgerufen:

Das Leitungswasser sollte nicht getrunken und nicht für die Einnahme von Medikamenten oder zum Zähneputzen verwenden werden. Vermeiden sollte man Leitungswasser ausserdem zur Herstellung oder Behandlung von Lebensmitteln. Dazu gehört auch Salatwaschen oder Sirup zu machen. Auch dafür soll nur abgekochtes Trinkwasser verwenden werden. Zum Duschen und Waschen kann das Wasser weiterhin ohne Einschränkung benutzt werden. Das Gesundheitsrisiko ist gering, auch wenn das Leitungswasser bereits ungekocht getrunken wurde.

Auch Frau Ammann hat Wasser getrunken

Weil sie es nichts vom vergifteten Wasser wusste, hat auch die Frau Gemeindeammann heute zum Mittagessen noch ungekochtes Wasser getrunken. Ihr gehe es aber gut, sagt sie.
Eine Arztkonsultation ist erst angebracht, falls innerhalb von 48 Stunden hohes Fieber, massiver Durchfall oder Erbrechen während mehr als einem Tag auftreten.

Massnahmen zur Abklärungen und Beseitigung der Verunreinigung sind im Gang. Das Trinkwasser darf voraussichtlich noch bis mindestens Sonntagmittag nicht getrunken werden. Die Bevölkerung wird von den Behörden über die weiteren Schritte informiert.

Es ist das erste Mal, dass in den Gemeinden das Wasser verschmutzt ist. Das kantonale Trinkwasserinspektorat hat bereits Proben genommen.

Grund für Verschmutzung ist rätselhaft

Die verschmutzte Kirchlerber Quelle konnte bereits lokalisiert werden. «Die Quelle wurde sofort vom Leitungsnetz genommen», sagt der Mooslerber Vizeammann Martin Lüscher. Zurzeit spülen Feuerwehrleute die Leitungen der Gemeinden, um sie vom vergifteten Wasser zu reinigen. Statt Quellwasser wird nun Grundwasser benutzt und es werden laufend Wasserproben genommen.

Die Verschmutzung muss irgendwann zwischen Dienstag und Donnerstag passiert sein. Die erste Wasserprobe vom Dienstag war noch negativ, erst die Probe vom Donnerstagabend zeigte Fäkalbakterien. Die Behörden wurden heute Morgen über die Verschmutzung informiert.

Wie die Fäkalbakterien ins Wasser kamen, weiss noch niemand. «Es ist uns rätselhaft», sagt Martin Lüscher.

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