Karrenschmiere auf den Jeans, Himbeerflecken auf dem geliebten weissen T-Shirt oder einen Kugelschreiberstrich auf dem Hemd. Flecken, die jeden nerven, die aber trotzdem nicht immer zu umgehen sind. Aber Simone Hediger, diplomierte Drogistin der Lindenapotheke und Drogerie, weiss, wie man den Flecken den Garaus machen kann. Nicht mit starken Chemikalien, die der Natur schaden, sondern mit Tricks, die ökologisch vertragbar sind.

Einfache Tipps und Tricks

«Fett lässt sich am besten mit Fett entfernen», sagte Hediger am Frühlingsputzkurs von Pro Schöftland am Mittwochabend. So könne ein Stück Butter an jenen Ort, wo der Karrenschmierenfleck ist, durch den Stoff gedrückt werden. Dadurch löst sich das Fett.

Mit der Gallseife kann danach der Fleck problemlos entfernt werden. Die Besucher des Kurses probierten ebendies gleich aus und waren erstaunt. Der Trick funktionierte tatsächlich. Und auch den Stofffetzen mit dem Himbeerfleck kam, einige Stunden eingelegt in Zitronensäure, wieder blank zu Vorschein.

Reiner Brennsprit hilft gegen Kugelschreiberflecken, dieser muss danach jedoch speziell entsorgt werden. «Es kommt aber immer auch aufs Gewebe an», sagte Hediger. Flecken auf Seide seine schwieriger zu behandeln als Flecken auf Jeans. Und Säuren könnten manchmal auch die Farbe eines Stoffes angreifen.

Idee von Umweltkommission

Die Natur- und Umweltschutzkommission wandte sich mit der Idee eines ökologischen Frühlingsputzkurses an Pro Schöftland. Diese wurde nun mit der Lindenapotheke umgesetzt. «Ich weiss nicht, ob einem Konsumenten bei einer Aktion bewusst ist, was er für ein Produkt kauft», sagte sie. Meist seien die ökologischen Produkte auch teurer. «Es kommt immer auf den Fokus an.»

Damit sich die Kursbesucher im Putzmitteldschungel besser zurecht finden und auch wissen, wie man die Etiketten liest, stellte Hediger die verschiedenen Labels und Gefahrenpiktogramme vor. «Wenn es um die Wahl des Putzmittels geht, kommt es oft auf kleine Nuancen an, die viel ausmachen», sagt Hediger. So sei zwar seit 1986 Phosphat in Waschmitteln verboten, jedoch gebe es immer noch Reinigungsmittel, die Phosphat enthalten würden.

Diese Tatsache zeigt: Wenn man umweltfreundlich putzen will, ist es wichtig, auch die Etiketten zu studieren. «Es ist ein grosser Unterschied, ob es dort heiss ‹gut› oder ‹vollständig› biologisch abbaubar», sagte Hediger. «Umweltfreundliches putzen heisst: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.»