Reitnau möchte einen Begegnungsplatz schaffen. Wo sich Eltern mit Kindern gleichermassen zum Schwatz treffen können wie Schüler.

Realisiert werden soll die neue Begegnungszone auf dem Vorplatz der Turn- und Mehrzweckhalle, direkt vor der Einfahrt zum Feuerwehrlokal. Aktuell befindet sich dort der Sandplatz für den Turnunterricht. Der Gemeinderat sieht im Projekt vielerlei Vorteile. So würde der Schulhausplatz optisch aufgewertet und es gäbe Sitzgelegenheiten zum Verweilen. Der Brunnen würde an einen neuen Standort verlegt und somit erhalten bleiben. Das Projekt wurde von der Landschafts- und Naturschutzkommision erarbeitet und wird von der Schulpflege unterstützt. Der Gemeinderat beantragt deshalb der Gmeind am 27. November einen entsprechenden Kredit von 50'000 Franken.

Solaranlage auf Turnhallendach

Was der Turnhalle dadurch an Platz genommen wird, erhält sie sozusagen in energetischer Form zurück. Den Stimmbürgern wird ein Kredit von 270'000 Franken beantragt, um auf dem Dach eine Solaranlage zu errichten. Mit der Installation übernehme die Gemeinde die Verantwortung für die eigene Energieproduktion und den bewussten Umgang mit Energie, führt der Gemeinderat in der Broschüre zur Gmeind aus. Nach einer Betriebsdauer von 18 Jahren wird die Anlage amortisiert sein.

Auch die Gemeinderatsbesoldung für die kommende Amtsperiode müssen die Stimmbürger absegnen. Deren Höhe bleibt mit 15'000 Franken (Ammann), 10'000 Franken (Vize-Ammann) und 9'000 Franken gleich wie in der Vorperiode. Weitere Traktanden sind die Anpassung des Gemeindevertrags über die Führung der Schulsozialarbeit, das neue Kinderbetreuungsreglement und der Austritt aus dem Gemeindeverband Krankenheim Lindenfeld.

Für 2018 budgetiert Reitnau bei einem Umsatz von 5,9 Millionen einen Aufwandüberschuss von 205'400 Franken. Der Steuerfuss beträgt aufgrund des Steuerfussabtauschs mit dem Kanton 114 Prozent.

Ein Höhepunkt der Gemeindeversammlung dürfte die Verabschiedung von Gemeindeammann Regina Lehmann-Wälchli (SVP) sein. Die 61-Jährige wirkte 20 Jahre lang im Gemeinderat, davon acht Jahre als Ammann. Amtsnachfolgerin wird im Januar Katrin Burgherr (42, SVP).