Menziken

Tödliche Pitbull-Attacke: Die kleine Hündin Mila war ein Zufallsopfer

Menzingen: Pitbull-Attacke wirft Fragen auf

Nach dem tödlichen Pitbull-Angriff auf einen kleinen Hund stehen einige Fragen im Raum. Wie konnte es überhaupt zu der Attacke kommen? Warum waren die beiden Hunde ohne Begleitung unterwegs?

Vor knapp zwei Wochen war Toni Arnold mit seiner 9-jährigen Hündin Mila in Menziken spazieren. Er führte sie an der Leine. Ohne Leine und ohne Besitzer waren die beiden Pitbull-Terrier unterwegs. Sie erreichten Toni Arnold und seine Hündin aus dem Hinterhalt. Der Beever Malteser-Mischling wurde von den zwei Kampfhunden attackiert. Den Angriff überlebte die Hündin trotz Notoperation nicht.

Jetzt kommen Fragen auf. Wie konnte es dazu kommen? Wieso waren die zwei Hunde alleine unterwegs? Auch Arnold wurde bei der Attacke verletzt. Er hat neue Informationen, wie er dem TV-Sender Tele M1 unter Tränen erzählt: «Soweit ich weiss, sind die Hunde einfach abgehauen.»

Sie seien hinter einer Katze her gewesen, die sich aber retten konnte. Deswegen seien Arnold und seine Hündin zu den Opfern der beiden Kampfhunde geworden.

Mila ersetzte das eigentliche Ziel der Hunde

Zu dem tragischen Vorfall äussert sich auch Hundetrainerin Sandra Garbely. «Bei den Hunden hat der natürliche Jagdinstinkt eingesetzt. Mila war möglicherweise ein Zufallsopfer», sagt sie. Die Hundetrainerin erklärt, wie es zu dem Angriff kommen konnte und stützt dabei die These von Milas Besitzer.

Als die Hunde ihre eigentliche Beute, die Katze, aus den Augen verloren haben, war Mila das Nächste, das sie gesehen haben. Es sei durchaus möglich, dass die Hunde daraufhin ihr eigentliches Ziel mit der Hündin ersetzt haben.

Pitbull-Halter hat sich nicht geäussert

Im Quartier, wo der Angriff passiert ist, ist man schockiert. So auch Barbara Vergien, eine Nachbarin der Arnolds. Fast täglich geht sie mit ihrer Hündin Leila am selben Ort spazieren. Seit der Attacke ist die Menzikerin beunruhigt: «Wir haben Angst, auch meine Nachbarn haben ein mulmiges Gefühl.»

Brechen die Hunde nochmals aus? Kann so eine Attacke wieder passieren? Diese Fragen treiben die Bewohner um. «Das Ganze ist schon mit einer gewissen Angst verbunden.»

Während Milas Halter fordern, dass die zwei Pitbulls eingeschläfert werden, ermittelt die Polizei weiter. Der Halter der Kampfhunde ist bekannt, jedoch hat er sich noch nicht zu dem Vorfall geäussert.

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