Reinach

Theater am Bahnhof hat eine Rekordsaison hinter sich

Der jetzige Präsident des Vereins TaB, Clo Bisaz (l.), und das Gründungsmitglied Erhard Trommsdorff trafen sich im TaB zum Interview.

Der jetzige Präsident des Vereins TaB, Clo Bisaz (l.), und das Gründungsmitglied Erhard Trommsdorff trafen sich im TaB zum Interview.

Mit 93 Prozent Auslastung sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. Clo Bisaz, Präsident des Theaters am Bahnhof, zieht Bilanz.

Das Kulturhaus hinter dem Reinacher Bahnhof blickt auf eine aussergewöhnlich positive Saison zurück – positiv in mehrfacher Hinsicht: Einerseits haben so viele Leute wie nie zuvor das TaB besucht, andererseits haben noch nie so viele freiwillige Helfer mitgearbeitet und noch nie so viele Gönner das Schaffen mitgetragen.

Clo Bisaz, Präsident des Theaters am Bahnhof, verbirgt seine Begeisterung nicht: «Diese Saison ist eine Erfolgsgeschichte.»

Die Zahlen sprechen für sich: 1686 Besucherinnen und Besucher haben sich die Jubiläums-Theatereigenproduktion «Das Wunder der Liebe» angesehen. Insgesamt 13 Mal wurde das Stück, eine Kombination von Theater und Film, aufgeführt.

1955 Personen verteilen sich auf die übrigen Veranstaltungen. Zudem haben 1416 Kinder das TaB besucht. Das ergibt eine Gesamtbesucherzahl von 5057. Gegenüber des vergangenen Jahres bedeutet das eine Steigerung von 2087 Personen.

Rechnet man die Eintritte für «Wunder der Liebe» minus, hat das restliche Saisonprogramm 400 Personen mehr angelockt. «Wir hatten noch nie so viele Leute im Haus», sagt Bisaz.

Das gilt auch für die freiwilligen Helfer. Rund 80 Personen haben zusammen 4000 ehrenamtliche Stunden zugunsten des TaB geleistet. Das sind doppelt so viele wie während früherer Saisons. Für Bisaz ist klar: «Ohne die freiwilligen Helfer würde es nicht gehen, diesen Einsatz könnten wir nie bezahlen.»

«Wunder der Liebe» war ein Magnet

Das «Wunder der Liebe», die Hommage an die Reinacher Kinogeschichte, hat offensichtlich gefallen und als Publikumsmagnet funktioniert. Die Kombination von Theater und Kino habe sich aber auch grundsätzlich bewährt, sagt Bisaz.

So sei beispielsweise auch die musikalische Lesung «Jakob schläft» von Klaus Merz mit Roswita Schilling und Hansrudolf Twerenbold in Kombination mit dem Film «Merzluft» und der anschliessenden Podiumsdiskussion ausverkauft gewesen. An diesen Erfolg will man anknüpfen. Ziel sei es, in Zukunft vermehrt Theater und Film zu kombinieren oder Filme zu zeigen, bei denen die Regisseurin oder der Regisseur persönlich anwesend ist.

Ausverkaufte Musikkonzerte

Natürlich sei der grosse Publikumsaufmarsch nicht zuletzt in den internationalen und nationalen Grössen, die sich zu einem Jubiläumspreis hätten verpflichten lassen, begründet gewesen. Stiller Has oder Ringelnatz haben viele Menschen ins TaB gelockt. Musikkonzerte würden grundsätzlich gut laufen, «bei ‹Mathias Künzli & Sugar and the Josephines› oder ‹Cop› hatten wir ‹full house›», sagt Bisaz.

Auch solle künftig nach weiteren Vernetzungsmöglichkeiten gesucht werden. Ideen sind da: etwa die Kombination von Kulinarik und Film oder Theater, ganze Themenabende oder ein vermehrter Einbezug von externen Partnern. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Lebenshilfe Reinach konnte beispielsweise Anfang Mai die Lesung aus dem Gedichtband von Kai Hilpert, einem Menschen mit Autismus, realisiert werden.

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