Mobilität
Taxis für Kölliker Senioren: Freiwillige starten einen Fahrdienst

Damit ältere Personen ihre Mobilität nicht verlieren, starten Freiwillige einen Fahrdienst.

Lilly-Anne Brugger
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Der Fahrdienst chauffiert ältere und immobile Personen beispiels- weise zu Arztterminen in der Umgebung von Kölliken.

Der Fahrdienst chauffiert ältere und immobile Personen beispiels- weise zu Arztterminen in der Umgebung von Kölliken.

zvg

Ältere Personen aus Kölliken, die nicht mehr mobil sind, aber trotzdem in die umliegenden Gemeinden zum Arzt müssen, einen Coiffeurtermin haben oder einkaufen möchten, können ab sofort auf einen Fahrdienst zurückgreifen: Freiwillige bieten Fahrten in die nähere Umgebung an. Gebucht werden kann der Fahrdienst unkompliziert, indem einer der sechs freiwilligen Fahrer angerufen wird. «Die ursprüngliche Idee war, sich dem Verein Mobil im Alter anzuschliessen», sagt Bertram Rutishauser. Er ist einer der sechs freiwilligen Fahrer. Doch der Verein, der unter anderem für die Einwohner von Schöftland und Entfelden Fahrdienste anbietet, kann keine weitere Gemeinde abdecken. Darum wird in Kölliken nun ein eigener Fahrdienst lanciert.

Interessierte suchen sich selbstständig einen Fahrer

Mit dem Start des Fahrdienstes per Anfang Januar wird gleichzeitig auch getestet, wie hoch das Bedürfnis nach einem solchen Dienst ist. «Die Gemeinde hat entsprechende Anfragen aus der Bevölkerung erhalten – ob das Bedürfnis aber tatsächlich vorhanden ist, muss sich erst noch zeigen», sagt Bertram Rutishauser. Darum ist der Fahrdienst noch sehr einfach aufgebaut: Auf einem Flyer, der auf der Kölliker Website abrufbar ist und auch in die Kölliker Haushalte verteilt wurde, sind die Telefonnummern der sechs freiwilligen Fahrer aufgelistet. Interessierte wählen eine Nummer aus, rufen an und machen eine Fahrt ab. Kann der oder die Freiwillige die Fahrt nicht übernehmen, rufen die Interessierten die nächste Telefonnummer an.

Unkostenbeitrag an die Fahrt ist erwünscht

Die Freiwilligen freuen sich über einen Unkostenbeitrag an die Fahrt. Da für den Fahrdienst noch keine offiziellen Strukturen bestehen, dürfen keine offiziellen Fahrpreise verlangt werden. Es handle sich somit um eine Art erweiterte Nachbarschaftshilfe, sagt Bertram Rutishauser. «Wir stellen gerne unsere Zeit zur Verfügung, freuen uns aber, wenn wir durch den Fahrdienst keine ungedeckten Ausgaben haben.» Besteht grosses Interesse am Fahrdienst, kann er durchaus nach der Probephase auf offizielle Beine gestellt werden. Dies werde wohl im Sommer entschieden, so Rutishauser. Er ist aber überzeugt, dass das Angebot so oder so während des ganzen nächsten Jahres aufrecht­erhalten wird.