Swisscom wartet Referendumsfrist ab

Michael Küng
Merken
Drucken
Teilen

Uerkheim Die 5G-Antenne, die die Swisscom in Uerkheim errichten möchte, hat am Montag an der örtlichen Gemeindeversammlung einen herben Rückschlag erlitten. In geheimer Abstimmung hat die Stimmbevölkerung das Begehren bachab geschickt. Ähnlich ist die Situation auch in Ammerswil und Schlossrued, wo ebenfalls neue Antennen-Standorte diskutiert werden. Anstoss für viele in Uerkheim: Die Antenne sollte auf dem Schulhaus zu stehen kommen. Für dieses gelten besonders strenge Richtwerte bezüglich Strahlung, doch offenbar waren die Bedenken vieler dennoch zu gross. Aufgeben möchte die Swisscom deshalb jedoch nicht. Sie wartet nun die Referendumsfrist ab, die am 3. Januar 2020 ausläuft: «Sollte der Gemeindebeschluss rechtskräftig werden, wird Swisscom mit der Gemeinde das Gespräch suchen und versuchen eine Lösung herbeizuführen, um dem Wunsch aus Teilen der Bevölkerung gerecht zu werden», teilt sie auf Anfrage der AZ mit.

Doch bei der Frage nach alternativen Standorten scheint durch, dass eine Lösung schwierig werden dürfte. Denn für Swisscom ist das Schulhaus ideal: Nur von dort aus kann sie mit einer einzigen Antenne den Dorfkern und das Hinterwiltal abdecken. «Es wurden im Rahmen der Standortevaluation andere Standorte geprüft, die jedoch funktechnisch nicht ideal sind», schreibt Swisscom. Das lässt auch die von einigen Stimmbürgern geäusserte Hoffnung auf eine Antenne, etwa auf einer abgelegenen Erhebung, schwinden. Das Unternehmen führt aus, dass «Mobilfunkanlagen, die die Bauzone versorgen, auch in der Bauzone gebaut werden müssen.» Ausnahmen seien nur denkbar, wenn sich – unter anderem – kein möglicher Standort in der Bauzone finden lässt. «Da mit dem Schulhaus ein solcher vorhanden ist, besteht nach Einschätzung von Swisscom kein Raum für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der Bauzone.»