Kulm
SVP Kulm kommt nach Schlammschlacht mit neuer Grossrats-Liste

Die SVP Kulm präsentiert seine neue Grossratswahlliste. Dies nachdem es am Tag der offizielle Nominationsveranstaltung zum Eklat gekommen war. Der damalige SVP-Grossrat Beat Leuenberger gab unter Getöse seinen Austritt aus der SVP bekannt.

Aline Wüst
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Martin Sommerhalder, Bezirkspräsident der SVP Kulm, kann eine volle Liste präsentieren.

Martin Sommerhalder, Bezirkspräsident der SVP Kulm, kann eine volle Liste präsentieren.

Aargauer Zeitung

Die Liste mit den Grossratskandidaten der SVP Kulm war bereits im April komplett. Die Nachfrage war damals grösser als die Anzahl Plätze.

Am Tag der offiziellen Nominationsveranstaltung der Bezirkspartei kam es dann aber zum Eklat: Der damalige SVP-Grossrat Beat Leuenberger gab unter grossem Getöse seinen Austritt aus der SVP. Mittlerweile steht er auf der Wahlliste der Sozial-Liberalen Bewegung. Vorausgegangen war diesem Austritt eine Strafanzeige. Der Grossrat soll angeblich seine Schwester geschlagen haben. Zur Anklage kam es bisher nicht.

Die Einvernahmen sind noch nicht abgeschlossen. Nachdem die Anzeige publik wurde, forderte SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr Leuenbergers sofortigen Rücktritt, sollte er die Tat begangen haben. Leuenberger wiederum bestritt die Tat und schoss gegen seine früheren Parteikollegen, darunter auch Bezirkspräsident Martin Sommerhalder. Er sei gemobbt worden, so Leuenbergers Vorwurf an die SVP Kulm.

Nicht einfach, Liste zu füllen

Mit seinem Austritt aus der Partei blieb ein Listenplatz leer, ein weiter Kandidat zog aufgrund von Raservorwürfen seine Kandidatur zurück. Nach diesem Theater sei es nicht einfach gewesen, die nunmehr unvollständige Liste zu füllen, erklärt Sommerhalder. Trotzdem ist es gelungen. Denn laut Sommerhalder ist in der Bezirkspartei wieder Ruhe eingekehrt.

Gestern präsentierte die SVP Kulm ihre vollständige Kandidatenliste. «Besonders stolz bin ich, dass wir zwei Frauen gewinnen konnten», sagt Sommerhalder. Es sind die Hausfrau Daniela Anneler aus Beinwil am See sowie die Personalassistentin Nadja Santschi aus Schöftland. Neu auf der Liste ist auch der 20-jährige Marco Bieri, der im Betreibungsamt Holziken arbeitet.

Neben den Bisherigen, Max Härri aus Birrwil, Franz Vogt aus Leimbach und Martin Sommerhalder aus Walde, hofft auch der Reinacher Vizeammann Bruno Rudolf auf einen Sitz im Grossen Rat. Rudolf soll den durch Leuenbergers Parteiaustritt verlorenen vierten Sitz zurückerobern. Sommerhalder ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Nach wie vor auf der Liste sind Verkaufsleiter Oliver Oehlert aus Schöftland sowie Bio-Landwirt Simon Lüscher aus Holziken.

Sommerhalder setzt nun auf einen guten Wahlkampf und ist guten Mutes, dass die Schlammschlacht ausgestanden ist. Die internen Streitigkeiten der vergangenen Monaten hätten zwar «eher nicht genützt», trotzdem hofft er auf eine erfolgreiche Wahl.

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