Suhrental
Surselva ist Gast an der Schöftler Gwärbi

Rund 90 Aussteller machen an der Gewerbeschau in Schöftland mit – und wollen Schubkraft beweisen

Peter Weingartner
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David Faes und Markus Würgler zeigen das Logo der Gwärbi im Herbst.

David Faes und Markus Würgler zeigen das Logo der Gwärbi im Herbst.

Peter Weingartner

Am 21. Juni 1917 wurde der Handwerker- und Gewerbeverein Schöftland und Umgebung (HGVS) gegründet. 15 Jahre später gabs die erste Weihnachtsausstellung und 100 Jahre nach der Gründung ist die nächste Gwärbi angesagt. Das Logo, den Ausstellern frisch präsentiert, verspricht einiges: Geht sie ab wie eine Rakete? Gibts galaktische Tombolapreise?

100 Jahre sind Anlass, zurückzublicken. So sind die Aussteller aufgefordert – als verbindendes Element der Ausstellung – neben Neuheiten auch etwas Kleines aus den Ursprüngen ihres Unternehmens zu zeigen. Die Rakete, so der Marketingverantwortliche Markus Stutz, soll auf «Dynamik und Zukunftsorientiertheit» hinweisen. Und der Slogan «Hundert Gewerbejahre voller Schubkraft» ist auf den HGVS abgestimmt, sicher was die Initialen angeht.

Sechs Gastronomen an Bord

Die Gwärbi findet auf dem üblichen Areal zwischen Alterszentrum und Dorfstrasse statt. Daniel Hunziker präsentierte am Donnerstag das Konzept einer Foodmeile. Nicht mehr Vereine verpflegen, sondern sechs Gastronomen. Aus der engeren Region sind der Schlossgarten Schöftland, die Pizzeria Sternen Schmiedrued und die Metzgerei Rufer aus Schlossrued dabei. Auch die Gastregion Surselva wird zur Kulinarik beitragen.

Zentral in die Verpflegungszone integriert ist eine Bühne für die musikalische Unterhaltung. Die «Surselva» bringt eine A-capella-Formation mit. Gogo Frei mit Band tritt am Freitag auf, während am Samstag «Alpenland-Sepp» für Gaudi sorgt. Am Sonntag ist Dixieland-Musik aus dem Entlebuch angesagt. Am Sonntag, 17. September, ist Bettag. Da findet vor dem Brunch mit Dixie-Musik ein ökumenischer Gottesdienst statt. Die Bühne kann zwischendurch auch von Ausstellern benutzt werden, beispielsweise für eine Autogrammstunde.

Zur Finanzierung hatten die Aussteller keine Fragen, sie waren vorgängig informiert worden, was auf sie zukommt. So hat jeder Aussteller für die Tombola fünf Naturalpreise im Gesamtwert von 150 Franken beizusteuern. Auch ein Inserat im Festführer ist Pflicht. Der Preis pro Quadratmeter Fläche beträgt 120 Franken. «Das ist im Vergleich günstig», sagt OK-Präsident Johannes Lehner, «und nur möglich dank Fronarbeit.» Jeder Aussteller hat acht Stunden Fronarbeit zu leisten.

Lehrberufe präsentieren

Gegen 90 Aussteller zeigen an 70 Ständen, was sie zu bieten haben. Der Rundgang führt an allen Ständen vorbei. Die Gemeinde Schlossrued macht einen gemeinsamen Stand mit fünf Gewerbebetrieben aus dem Dorf. Beat Kaufmann von der Firma Pfiffner Messwandler AG, deren Produkte für das Gwärbi-Publikum kaum von grossem Interesse sind, regte einen Gemeinschaftsstand an, wo Lehrberufe präsentiert werden können. Eine Idee, die beim OK-Chef gut ankommt: «Lehrlinge sind unsere Zukunft.»

Jubiläums-Gwärbi Schöftland: Freitag, 14. bis Sonntag, 17. September 2017