Suhrental
Suhrental und Ruedertal sind die grossen Verlierer der Wahlen

Der Kulmer Teil des Suhrentals und das Ruedertal haben ihre Grossratssitze verloren. Nun ist der Bezirk, der sich über vier Täler erstreckt, mit acht Wynentaler und einem Seetaler Grossrat im Parlament vertreten.

Aline Wüst
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Martin Goldenberger, Präsident des Regionalplanungsverbands.

Martin Goldenberger, Präsident des Regionalplanungsverbands.

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Das Suhrental und das Ruedertal sind Verlierer der Wahlen vom Sonntag. Die beiden Kulmer Grossräte aus dem Suhrental wurden abgewählt: Martin Sommerhalder (SVP) ganz knapp und SVP-Dissident Beat Leuenberger ganz klar.

Nun ist der Bezirk, der sich über vier Täler erstreckt, mit acht Wynentaler und einem Seetaler Grossrat im Parlament vertreten. Das Suhrental ging leer aus. «Das ist mit egal», sagt SVP-Wahlkampfleiter Hans Ulrich Mathys aus Holziken. Regionale Schwankungen gebe es, das belaste ihn nicht.

Ein gefährlicher Herausforderer

Belasten tut die Abwahl der beiden Grossräte dafür Martin Goldenberger, Präsident des Regionalplanungsverbandes Suhrental und Schlossrueder Gemeindeammann. «Das ist gar nicht gut für uns», sagt er. Seine Befürchtungen hätten sich nun bewahrheitet. Er habe immer gesagt, dass ihnen Bruno Rudolf (SVP) einen Sitz wegnehmen werde. Dass es nun der Sitz des Ruedertal Vertreters Martin Sommerhalder sei, das hätte er allerdings nicht gedacht. Der Reinacher Vizeammann Bruno Rudolf war deshalb ein gefährlicher Herausforderer, weil er als Gemeindepolitiker bereits ein Renommee hatte, immer à jour und politisch sehr aktiv sei. «Schade», findet er auch, dass Beat Leuenberger (SLB) seinen Sitz verlor. Ungeachtet dessen, was in den letzten Monaten vorgefallen sei, habe der Schöftler immer für die Region geweibelt.

Dass sich nun der Regionalplanungsverband vermehrt für die Region starkmachen muss, bejaht Goldenberger zwar. Die Wirksamkeit bezweifelt er aber. «Wen interessiert schon, was die Minderheiten sagen?», fragt er. So ganz ohne Vertretung sind die Suhrentaler aber nicht – dem Bezirk Zofingen sei dank. Zwar nicht Regierungsrat, aber zumindest Grossrat ist der Wiliberger Thomas Burgherr (SVP) weiterhin und auch die Reitnauer Frau Gemeindeammann Regina Lehmann (SVP) wurde am Sonntag bestätigt. Für Martin Goldenberger ist klar: Burgherr ist als Wiliberger stark nach Zofingen orientiert. Regina Lehmann sei darum gefordert. Doch Thomas Burgherr verspricht: «Regina Lehmann und ich, wir schauen fürs Suhrental.»

Der neu gewählte SVP-Grossrat Bruno Rudolf beschwichtigt ebenfalls. Er sei vom Bezirk gewählt, und stehe darum auch für die Suhren-taler ein. «Ich schaue zum Volk.» Da stört also der Böhler nicht, der Wynen- und Suhrental trennt? »Überhaupt nicht. Aber für ein Tunnel bin ich trotzdem nicht», sagt Rudolf.

«Ich helfe mit»

Auch Nationalrätin Sylvia Flückiger (SVP) aus Schöftland findet es schade, dass «die Suhrentalmetro-pole für die nächsten vier Jahre keine Vertretung mehr hat im Grossen Rat».

Hoffnungsträger seien aber die drei jungen SVP-Kandidaten, die alle ein beachtliches Resultat erzielt hätten, meint sie. «Das ist eine gute Ausgangslage für die nächsten Wahlen.» Und schliesslich gebe es auch eine Nationalrätin, die mit Sicherheit mithelfe und dafür sorge, dass das Suhrental nicht vergessen gehe», beruhigt Flückiger.