Reinach
Stöbern, finden und sofort kaufen in der Galerie im Schopf

Dicht gedrängt, aber dennoch sorgfältig präsentiert hängen in der Reinacher Galerie im Schopf Bilder aus verschiedenen Epochen und von verschiedenen Künstlern. Herbi Hauser veranstaltet zum zweiten Mal die «Wynentaler Bilderbörse.»

Peter Siegrist
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Galerie im Schopf

Galerie im Schopf

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Im Gegensatz zu einer Kunstauktion werden an der Bilderbörse die Werke von den Kunden nicht ersteigert, sondern sie werden zu einem fixen Preis gekauft. «Es gibt noch einen Unterschied zur Auktion», sagt Herbi Hauser, «die Preise sind tief, wer sich zuerst für ein Bild entscheidet, erhält den Zuschlag.»

Im Vorfeld hat Hauser von verkaufswilligen Leuten Bilder angenommen. Bei Hausräumungen, wenn jemand in eine kleinere Wohnung oder ins Altersheim zügelt, seien oft Bilder übrig. «Viele alte Menschen sind zufrieden, wenn sie wissen, dass ein Bild wieder an einem Ort hängt und Freude bereitet, statt in einem Estrich oder Keller zu stehen.»

Erschwingliche Kunst anbieten

Hauser schätzt die angebotenen Werke gemeinsam mit den Verkaufswilligen und legt den Preis fest. Dabei lässt er sich davon leiten, dass die Werke an der Börse für viele erschwinglich sein sollen.

So sind jetzt zum Beispiel Bilder von Walter Kuhn, Franz Keller, die einst über 2500 Franken kosteten, an der Börse für 1000 Franken oder noch weniger zu kaufen. Oder eine Original-Lithografie des Aarauer Künstlers Felix Hofmann wird vielleicht bald für 150 Franken den Besitzer wechseln.

Hauser regelt es

«Die ausgestellten Bilder - es sind mehrheitlich Werke von Profi-Künstlern - haben ihren Ursprung meist in einem Familienbesitz», sagt Hauser. Die Chance sei gross für Käufer, für Sammler, ein Bild eines renommierten Künstlers zu einem sensationellen Preis zu finden.

Hauser regelt mit einem Vertrag den Verkauf. «Der Preis muss günstig sein», sagt er. Bei einem Verkauf gilt der Preis, 25 Prozent gehen an den Galeristen, der Rest an den Verkäufer.

Gibt es mehrere Interessenten für ein und dasselbe Bild, so bekommt es der Erste, «wir treiben dann nicht rasch den Preis in die Höhe». Bilder, die nicht verkauft werden können, gehen an die jeweiligen Besitzer zurück.

Grafiken und andere Trouvaillen

Eigentliche Schnäppchen sind unter den Grafiken zu finden. Kupfer- und Holzstiche mit Abbildungen aus der Region sowie Lithografien sind zu kaufen. Besonders ins Auge stechen zwei historische Panoramen vom Homberg oder ein Merian-Stich von Beromünster aus dem 16. Jahrhundert (für 800 Franken).

Der Aufwand für den Galeristen ist gross. Von der Annahme, dem Beschriften und Aufhängen bis zur Ausstellung ist viel zu erledigen. «Es ist eine Dienstleistung, die mir Freude macht, aber nicht viel einbringt», schmunzelt Herbi Hauser.

Galerie im Schopf, Schorenstrasse Ausstellung und Verkauf: Samstag, 11. Dezember, bis Donnerstag, 23. Dezember, Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11 bis 15 Uhr, Dienstag bis Freitag 8 bis 11 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

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