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Stiftung Schürmatt feilscht mit dem Kanton um Geld

Wegen eines neuen Abrechnungssystems entgehen der Stiftung jährlich 800000 Franken.

Michael Küng
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Die Stiftung Schürmatt ist Anbieterin von sonderpädagogischen Leistungen.

Die Stiftung Schürmatt ist Anbieterin von sonderpädagogischen Leistungen.

Peter Siegrist

Der Jahresabschluss 2019 der Stiftung Schürmatt kann sich sehen lassen. So ist die Auslastung der verschiedenen Institutionen sehr gut, im Heilpädagogischen Zentrum Othmarsingen etwa beträgt sie 102,5 Prozent. Und auch die erst im Sommer 2019 gestartete Kooperative Schule in Densbüren ist bereits voll ausgelastet. Die Stiftung verzeichnet insbesondere für kooperativ geführte Schulplätze eine stark steigende Nachfrage – für das nächste Schuljahr sind bereits alle Plätze an den Schulen der Stiftung Schürmatt vergeben. Sie unterhält rund zehn Standorte in der Region Aarau/Lenzburg. Es wurden letztes Jahr 566 Klienten (plus 3) betreut.

425 Angestellte – Umsatz von 36,6 Millionen Franken

Mittlerweile beschäftigt die Stiftung rund 358 Mitarbeiterinnen und 67 Mitarbeiter in 286 Vollzeitstellen. Im Vergleich zu 2018 wuchs die Belegschaft um drei Personen und vier Vollzeitstellen.

Finanziell erwirtschaftete die Stiftung 2019 bei einem Umsatz von 36,6 Millionen Franken einen Gewinn von 117000 Franken (Vorjahr 2,36 Millionen Franken). In einer Mitteilung führt die Stiftung den Rückgang darauf zurück, dass anders abgegolten wird: «Ein neues Abrechnungssystem mit dem Kanton, welches notwendige Pflegeleistungen nicht erfasst, obwohl sie täglich erbracht werden müssen, ist für dieses Manko verantwortlich.» Dadurch entgingen jährlich 800000 Franken. «Geldmittel, die die Stiftung für die längerfristige Sicherung der Leistungen dringend benötigt.» Verhandlungen zur Schliessung dieser Lücke seien im Gang.

Die Stiftung Schürmatt bekam letztes Jahr insgesamt 140383 Franken an Spenden und Legaten – fast 20000 Franken weniger als 2018.