Menziken

Steuergruppe Altersleitbild gestaltet das Älterwerden

Aktive Seniorinnen der Altersresidenz Falkenstein turnen mit Mitgliedern der Steuergruppe «Altersleitbild aargauSüd» um die Wette. 2. v. links Roland Guntern, Mitte Renate Gautschy und Werner Sprenger. Peter Siegrist

Aktive Seniorinnen der Altersresidenz Falkenstein turnen mit Mitgliedern der Steuergruppe «Altersleitbild aargauSüd» um die Wette. 2. v. links Roland Guntern, Mitte Renate Gautschy und Werner Sprenger. Peter Siegrist

Der Gemeindeverband aargauSüd gibt der Bevölkerungsstatistik ein Gesicht. Laut einer Bevölkerungsprognose wird der Anteil an betagten Menschen in der Region in den nächsten 20 Jahren markant ansteigen.

Mit der Schaffung eines Altersleitbildes wollen die Behörden und Politiker in der Region Antworten auf aktuelle und künftige Fragen finden.

An einer Medienorientierung im Altersheim Falkenstein präsentierten die Mitglieder der Steuergruppe die Fortschritte in der Projektarbeit. Federführend sind Renate Gautschy, Gemeindeammann Gontenschwil, Werner Sprenger, Direktor Stiftung Schürmatt, Rosmarie Gerber, Geschäftsführerin Altersresidenz Falkenstein, Menziken, Roland Guntern, Pro Senectute, sowie Ursula Hilfiker, Geschäftsführerin aargauSüd impuls. «Wir sind mit dem Fortschreiten des Projektes immer tiefer verankert in dieser Materie», sagte Renate Gautschy.

Die Steuergruppe arbeitet nicht im leeren Raum, sondern sie wird von einer Begleitkommission unterstützt, der 16 Personen angehören: Vertreter aus Organisationen und Seniorinnen und Senioren.

In einer gross angelegten Umfrage hat die Steuergruppe den Istzustand in der Region erfasst und dabei ein differenziertes Bild von der Altersarbeit in der Region erhalten.

Interviews zur Einschätzung

In einem zweiten Schritt wurden Fachpersonen und Senioren aus verschiedenen Bereichen mit einem Fragebogen bedient. Gefragt wurde nach Kenntnissen und Erfahrungen von und mit Dienstleistungen und Angeboten. Da wurde zum Beispiel Fragen gestellt, wie: Können Sie auf Nachbarschaftshilfe zählen?, was fehlt Ihnen bei den Angeboten und Dienstleistungen für Personen im Rentenalter?, wie erleben Sie generell die Qualität der Altersarbeit? (Medizinische Versorgung, Beratung, Wohnen, Spiritualität).

Die Auswertung habe gezeigt, so Roland Guntern, dass die ältere Bevölkerung grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden feststelle. Eine Mehrheit der Leute habe bestätigt, dass ihnen Angebote im Gesundheitsbereich bekannt seien, dass aber viele Dienstleistungen besser aufeinander abgestimmt werden müssten.

Eine besondere Notwendigkeit zum Handeln dränge sich zum Beispiel in der regionalen Zusammenarbeit auf, oder bei der Finanzierung von Heimaufenthalten. Heute komme es vermehrt vor, erklärte Guntern, dass pflegebedürftige Menschen in den Heimen auf die materielle Sozialhilfe angewiesen seien, weil sie das Geld für die Heim- und Pflegekosten nicht mehr selber aufbringen können.

Die Steuergruppe zieht jetzt Schlussfolgerungen aus den Umfragen und diskutiert diese mit den Mitgliedern der Begleitgruppe. Bis im April entsteht dann ein Altersleitbild mit Leitsätzen, ganz spezifisch für die Region aargauSüd. Am 24. Mai wird das Leitbild öffentlich präsentiert.

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