Fischer Reinach
Sternstunde zum 175-Jahr-Jubiläum von Reinacher Unternehmer

Fischer Reinach feiert das 175-Jahr-Firmenjubiläum mit Spektakel und Prominenz – allen voran Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Rahel Plüss
Drucken
Teilen
Fischer Reinach feiert das 175-Jahr-Firmenjubiläum
5 Bilder
Spitzenpolitiker unter sich: Regierungsrat Urs Hofmann diskutiert mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann.
Für den festlichen Rahmen des Gala-Abends sorgte der Circus Monti.
Alfred und Olga führen durchs Programm.
Stolzer Unternehmer: Peter Fischer mit seiner Frau Regi und Ehrengast Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Fischer Reinach feiert das 175-Jahr-Firmenjubiläum

Mario Heller

Es ist selten, dass ein Unternehmen sein 175-jähriges Firmenbestehen feiert. Und es ist nicht minder selten, dass das im Wynental auf so edle Art und Weise passiert wie dieser Tage bei Fischer Reinach. Vorgestern feierte die Belegschaft zusammen mit den VIPs – allen voran Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Heute steigt die grosse Party für die Bevölkerung mit einem Tag der offenen Tür.

Bei der Mitarbeiter-Gala im Zirkuszelt mit von der Partie waren neben dem hohen Besuch aus Bundesbern auch Regierungsrat Urs Hofmann und Swissmem-Direktor Peter Dietrich. Letzterer überbrachte die Jubiläumsgrüsse des Verbands der Schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie anstelle von Präsident Hans Hess, der kurzfristig verhindert war.

Sie alle waren gekommen, den Oberwynentaler Häftlimachern – denen von gestern und denen von heute – ihren Respekt zu zollen. Das Familienunternehmen wird in der sechsten Generation geführt. «175 Jahre sind bei Gott keine Selbstverständlichkeit», sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann anerkennend. Und ein Unternehmen über Generationen weiterzugeben, sei keine einfache Sache. «Es ist schwierig, in einem Unternehmen von einer Generation zur anderen zu wechseln. Das weiss ich aus eigener Erfahrung», sagte er. «Es braucht eine intakte Familie, eine, in der die Eltern den Jungen vertrauen.»

Hommage an Firmengründer

Bundesrat Schneider-Ammann pries den Innovationsgeist von Firmengründer Johannes Wirz und den Mut der Generationen, die «das Unternehmen mit Weitsicht vom einfachen Metallverarbeiter zu einem international tätigen Betrieb mit über 400 Mitarbeitenden» entwickelt hätten. «Ihre Unternehmung geht durch die vierte industrielle Revolution», sagte er an die Besitzerfamilie gewandt, «das zeigt, dass Sie mit Wandel umgehen können.»

Gastgeber Peter Fischer, der seit 2010 die Führung des Familienunternehmens als Delegierter des Verwaltungsrats innehat, liess sich feiern, gab den Dank aber auch weiter – an all jene, die das Unternehmen einst prägten und die, «die es heute vorwärtsbringen», wie er sagte. Persönlich begrüsste er den ältesten anwesenden Mitarbeiter, Hans Dätwyler, der 1936 ins Unternehmen eintrat und fast 50 Jahre hier arbeitete. Mit grosser Achtung gedachte Fischer auch seines Ahnen, des Firmenbegründers Johannes Wirz, der «die Chancen erkannte, die neue Technologien eröffnen, und sie zu nutzen wusste.»

Regierungsrat Urs Hofmann doppelte in seiner Rede nach: «Unternehmer wie er waren ein Segen für den Aargau und für die Schweiz. Auch heute brauchen wir solche Johannes Wirz’.»

Rund 300 Gäste

«Unternehmer heissen Unternehmer, weil sie etwas unternehmen», sagte Swissmem-Direktor Dietrich. «Ein Unternehmer kann aber nichts ausrichten ohne Sie», fuhr er fort, den Blick in die Runde gerichtet. Um die 300 Gäste, meist aktuelle und ehemalige Mitarbeitende, sassen an den festlich gedeckten Tafeln rund um die Manege. Es war auch – oder vor allem – ihr Fest.

Die Artisten vom Circus Monti sorgten zwischen den Gängen des Gala-Menüs für spektakuläre, zuweilen auch sinnliche Momente. Das Komikerduo Alfred und Olga führte mit Sprachwitz und Zauberei durch das Programm. Nicht bis zum Schluss bleiben konnte Bundesrat Schneider-Ammann. Der Wirtschaftsminister verliess das Fest frühzeitig, um noch bei einem anderen Firmenjubiläum seine Aufwartung zu machen. Die Firma Motorex in Langenthal lud zum «erst», wie der Bundesrat scherzhaft betonte, «100. Geburtstag».

Aktuelle Nachrichten