Menziken
Sternen-Asylunterkunft: Gemeinde muss Rückschlag hinnehmen

Die Asylsuchenden können im ehemaligen Menziker Hotel Sternen wohnen bleiben: Laut kantonalem Departement Bau, Verkehr und Umwelt ist ein Umnutzungsgesuch, wie es die Gemeinde fordert, nicht nötig. Unklar ist, ob das Seilziehen weitergeht.

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Der Gasthof Sternen ist eine Asylunterkunft. Bisher könnten hier 60 Asylsuchende wohnen, nach dem Umbau des Saals 30 weitere.

Der Gasthof Sternen ist eine Asylunterkunft. Bisher könnten hier 60 Asylsuchende wohnen, nach dem Umbau des Saals 30 weitere.

Pascal Meier

Anfang Juli sind die ersten Asylsuchenden in den ehemaligen Gasthof Sternen in Menziken eingezogen. Vorerst können sie hier auch wohnen bleiben. Das ist die Folge eines erstinstanzlichen Entscheids des Departements Bau, Verkehr und Umwelt.

Konkret hat das BVU eine Beschwerde des Kantonalen Sozialdienstes (KSD) gutgeheissen. Das teilt die Gemeinde Menziken mit. Der KSD hatte sich gegen eine Verfügung der Gemeinde gewehrt, die ein Umnutzungsgesuch für Einquartierung der Asylsuchenden im Sternen gefordert hatte.

Weil die Beschwerde des KSD, der zum Departement Gesundheit und Soziales von Regierungsrätin Susanne Hochuli gehört, aufschiebende Wirkung hatte, konnten die ersten Asylsuchenden bereits in den Sternen einziehen.

Ob der Gemeinderat den Entscheid an die zweite Instanz, das Aargauer Verwaltungsgericht, weiterziehen wird, ist noch offen. «Der Gemeinderat wird sich mit dem beigezogenen Rechtsanwalt besprechen und den Entscheid analysieren», teil die Gemeinde Menziken mit. Zeit für einen Weiterzug hat sie bis Anfang Oktober 2015. Dann läuft die entsprechende Frist ab.

Unbestritten ist dagegen, dass es für die Umbauten im Saal des Sternen ein Baugesuch braucht. Der Kantonale Sozialdienst hat das Hotel-Restaurant auf Anfang Juli für fünf Jahre gemietet. Vorerst sollen bis zu 60, nach dem Saal-Umbau 30 weitere einziehen. (pz)