Reitnau/Walde
Statt Notenstein interessierte Besserstein und Auslosungsschwein

6000 Mitglieder zählt die Raiffeisenbank Reitnau-Walde inzwischen. 908 davon verbrachten in zwei Hallen und zwei Dörfern parallel einen gemütlichen Abend.

Peter Weingartner
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Hans Ulrich Ziswiler präsentiert den neuen Verwaltungsrat Ruedi Gmür
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Die Bankleitung verabschiedet VR David Kunz
Einstimmigkeit war beim Abstimmen in Reitnau wie auch in Walde die Regel.
Applaus für den Jahresbericht
Einstimmigkeit war die Regel
Sie ist das 5999. Mitglied
GV Raiffeisenbank Reitnau/Walde
Auch dieser Genossenschafter erhält ein Fleisch-Arrangement

Hans Ulrich Ziswiler präsentiert den neuen Verwaltungsrat Ruedi Gmür

Peter Weingartner

Kurz vor acht die letzte Verbindungskontrolle: Es klappt. Via Satellit und Kamera wird die Generalversammlung der Raiffeisenbank aus der Mehrzweckhalle Reitnau in die Halle in Walde übertragen.

In Reitnau führt erstmals der letztes Jahr neu gewählte Verwaltungsratspräsident Hans Ulrich Ziswiler durch die Versammlung; in Walde ist Vizepräsidentin Beatrice Neeser für die Abstimmungen zuständig. Schwierige Abstimmungen, geheime gar, sind nicht zu befürchten, denn die Genossenschafterinnen und Genossenschafter sind gekommen, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Mehr als Notenstein, die neue Vermögensverwaltungsbank von Raiffeisen Schweiz, interessiert Besserstein, der Wein aus Villingen, der Aargauer Weinkultur repräsentiert und nach 50 Minuten Versammlung zum Essen serviert wird.

Ziswiler verweist in seinem Blick über das Jahr 2012 auf die Bestrebungen anderer Länder, an Geld aus der Schweiz zu gelangen und das Bankgeheimnis zu schwächen. Das ficht die Raiffeisenbank Reitnau-Rued nicht an: bestes Jahresergebnis.

Ziswiler singt ein Loblied auf die Raiffeisen-Genossenschaft, die «einen regionalen Wirtschaftskreislauf stützt». Zum positiven Ergebnis habe die starke Kostenkontrolle auf der Ausgabenseite beigetragen: Der Personalaufwand stieg fünfmal weniger stark als die Bilanz: um 1,2 Prozent. Der Sachaufwand ging gar um 5,8 Prozent zurück.

Das Sparen geht allerdings nicht zu Lasten der Genossenschafter. Erneut werden in Reitnau und Walde je fünf Geschenkkörbe und Fleischarrangements ausgelost. Bei der Zusammenstellung hat man die Gewerbetreibenden der Region berücksichtigt. Auf den Tischen steht neben dem Bessersteiner Pinot Noir Mineralwasser aus der Region: Knutwiler aus dem Luzerner Surental.

Einen Stock Primeln erhalten alle. Einen Blumenstrauss bekommt das 5999. Mitglied, Marianne Wiederkehr aus Teufenthal. Dem 6000., Ramona Bolliger, Schmiedrued, und dem 6001, Margrit Hirt, Schöftland, beide abwesend, ist Hauslieferung zugesagt.

David Kunz aus Meisterschwanden war ab 1999 Aufsichtsrat, nach der Fusion mit Rued 2007 Aktuar und Kontrollbeauftragter im Verwaltungsrat. Er trat zurück und wurde verabschiedet. Als «tüchtigen, bescheidenen, gewissenhaften und äussert speditiven Mann» bezeichnet Hans Ulrich Ziswiler den Hobbysegler. Alle Überzeugungsversuche, er möge noch ein Jahr anhängen, hätten nicht gefruchtet. Mit grossem Mehr (zwei Gegenstimmen in Walde, eine Enthaltung in Reitnau) wählt die Versammlung Ruedi Gmür aus Schöftland zu seinem Nachfolger.

Der Vorsitzende der Bankleitung, Andreas Bieri, präsentiert die Zahlen (siehe Kasten) und würdigt Jürg Suter, den Bankstellenleiter in Schöftland, der «inmitten unserer Mitarbeiter von uns gegangen ist und eine grosse Lücke hinterlassen hat». Seit dem 1. März 2013 arbeitet Marcel Koch an Suters Stelle. Aus der Versammlung ergreift niemand das Mikrofon; den Mund braucht man an diesem Abend zum Essen, Trinken, Schwatzen.

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