Budgetgemeinde
Staffelbach steht hinter Kiesabbau

In Staffelbach nahmen 122 (von 771) Stimmberechtigte an der Budgetgmeind teil. Sie sagten Ja zu zwei Porjekten, die vor einem Jahr noch bachab geschickt wurden.

Peter Weingartner
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Aargauer Zeitung

Vor einem Jahr wurden fünf vorgeschlagene Massnahmen zur Beruhigung des Verkehrs bachab geschickt. Nun sagten die Stimmbürger Ja zu zwei Projekten. Die erste Massnahme sieht eine Verlängerung des Gehwegs von der Bushaltestelle Chäsi Wittwil bis zur Weidstrasse vor. Das bedingt bei gleichbleibender Strassenbreite von 6,2 Metern eine leichte Verschiebung der Fahrbahn, Das neue Trottoir wird zwischen 1,25 und 1,6 Meter breit.

Mehrzweckstreifen

Beim Gemeindehaus soll die Kantonsstrasse mit einem Mehrzweckstreifen als Querungshilfe versehen werden. Dies ist die zweite Massnahme. Auf einer Länge von 65 Metern muss der bestehende Strassen- und Gehwegbereich verbreitert werden. Mehrzweckstreifen, beispielsweise zum Einspuren, erhöhten die Sicherheit, sagte Vize-Ammann Karin Hürzeler und verwies auf Erfahrungen in Reinach. Die Kosten belaufen sich für die Gemeinde auf 115500 Franken. Nach Möglichkeit soll dieses Projekt auf der Kantonsstrasse mit der Verbreiterung der Einmündung der Gemeindestrasse bei Post und Gemeindehaus koordiniert werden.

Ja zu möglichem Kiesabbau

Das Kieswerk Fischer möchte eine Materialabbauzone, um weiterhin Rohstoffe für die Bauwirtschaft abbauen zu können. Voraussetzung dafür ist die Änderung des Kulturlandplanes und der Bauordnung. Im Kantonalen Richtplan ist das Gebiet Stoltenrain als Materialabbauzone festgelegt. Widerstand kommt aus Kirchleerau, derweil die Staffelbacher an der Gmeind der Änderung zustimmten. Im Gebiet könnten 1,6 Millionen Kubikmeter Kies abgebaut werden, was einer Abbauzeit von 20 bis 25 Jahren entspricht. Abbau und Auffüllung sind in sieben Etappen geplant, wobei die Firma jeweils ein Baugesuch einreichen müsse.

Halle vor Verfall retten

475000 Franken sprach der Souverän für die Sanierung der alten Turnhalle. Ein Kompromissprojekt, mit dem der Bau zwar nicht als Wettkampf-, aber doch als Spielhalle genutzt und damit vor dem Verfall gerettet werden kann: Es gibt keinen neuen Boden; die Masse entsprechen nicht aktuellen Regeln. Aus Kostengründen nicht Inhalt des Projekts ist auch ein behindertengerechter Zugang zum Gemeindesaal unter der Halle.

Unbestritten waren eine Kreditabrechnung für die Ausarbeitung einer generellen Entwässerungsplanung sowie ein Kredit von 190000 Franken für eine erste Massnahme dieser Planung.

Wieder Finanzausgleich

Der Voranschlag 2011 rechnet mit einem Defizit von 470000 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 119 Prozent. Staffelbach darf 2011 (nach einem Jahr ohne kantonale Unterstützung wegen des positiven Abschlusses 2008) mit einem Finanzausgleichsbeitrag von 615000 rechnen.