Suhrental
Spitex zieht eine positive Bilanz nach einem Jahr

Die Spitex Suhrental Plus schaut auf ihr erstes Betriebsjahr zurück und plant mit der Einführung eines Psychiatriedienstes und mit dem Ausbau der Aus- und Weiterbildung bereits die nächsten Schritte.

Christine Fürst
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Die Spitex Suhrental Plus hat ein gutes erstes Betriebsjahr hinter sich.

Die Spitex Suhrental Plus hat ein gutes erstes Betriebsjahr hinter sich.

Michael Ehrler

Das Motto bei der Spitex Suhrental Plus ist klar: «Wir machen alles Schritt für Schritt und das, was wir machen, machen wir richtig», sagt Geschäftsleiter Daniel Weber. Der erste wichtige Schritt im letzten Jahr war die Zusammenführung der fünf einzelnen Spitex-Organisationen zu einer Organisation mit 17 Gemeinden. Und das ist gelungen. «Wir haben unser Ziel, eine grosse Spitex mit entsprechender Kapazität zu gründen, erreicht», sagt Vereins-Präsidentin Sonja Morgenthaler.

Rechnung 2013 und Budget 2014

Die Spitex Suhrental Plus hat 2013 einen Gesamtertrag von rund 4,6 Millionen Franken erzielt. Budgetiert war ein Ertrag von rund 4,3 Millionen Franken. Für rund 2,5 Millionen wurden Rechnungen an die Klienten gestellt. Der Gesamtaufwand belief sich auf 4,3 Millionen Franken. Das Defizit von rund 1,8 Millionen konnte durch die Gemeindebeiträge, die Mitgliederbeiträge sowie durch die Spenden gedeckt werden. Die Spitex konnte im letzten Jahr einen Reingewinn von rund 306 000 Franken erwirtschaften. Dieser Gewinn war laut Weber nur möglich, da die Gemeinden der Spitex im ersten Betriebsjahr die Patientenbeteiligung zur Aufstockung des Eigenkapitals überlassen haben. Das Budget 2014 sieht einen Aufwand und Ertrag von rund 4,7 Millionen Franken vor. Einzig der Personalaufwandsposten wird sich in diesem Jahr ausschlaggebend erhöhen. (cfü)

Die neue Spitex versorgt rund 37 000 Einwohnerinnen und Einwohner im Suhrental. Durch die Fusion könne man Personalengpässe besser auffangen und ein Spätdienst könne flächendeckend angeboten werden. «Wir sind auch in der Lage, bei komplexen Pflegefällen einen Nachtdienst anzubieten», sagt Weber.

Der Fusionsprozess ist nun abgeschlossen. Am Anfang sei jedoch noch vieles unklar und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien unsicher gewesen. Doch dies ist nun Vergangenheit. «Es beruhigt mich, dass wir nach einem Jahr gefestigt und professionell unterwegs sind», sagt Weber. Darauf habe man hin gearbeitet.

Die Mitarbeiterinnen seien engagiert an die Arbeit gegangen und mittlerweile sei Ruhe und auch eine gewisse Routine eingekehrt. Zudem kann die Spitex Suhrental Plus auf ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr zurückblicken (s. Kasten). Der Pro-Kopf-Beitrag konnte auf 51.80 Franken belassen werden. «Wir gehen davon aus, dass wir diesen auch im nächsten Jahr so belassen können», sagt Morgenthaler.

Leicht abgenommen hat bei der Spitex Suhrental Plus die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Leistungen. Weder Morgenthaler noch Weber kennen die konkreten Gründe dafür. «Die hauswirtschaftlichen Leistungen können auch von Angehörigen übernommen werden, was bei der Grundpflege nur wenig und bei der Behandlungspflege sehr selten möglich ist», nennt Weber einen der möglichen Gründe. Die Nachfrage nach Grundpflege von der Spitex ist ungefähr konstant geblieben, während diejenige nach Behandlungspflege leicht zunahm. Noch immer ist es für die Spitex schwierig, diplomiertes Pflegepersonal zu finden.

Psychiatriedienst wird aufgebaut

Deshalb arbeitet auch die Spitex Suhrental Plus darauf hin, Ausbildungs- und Weiterbildungsplätze anzubieten. Bereits jetzt sind drei Lernende angestellt. «Schritt für Schritt arbeiten wir auf einen grossen Ausbildungsbetrieb hin», sagt Morgenthaler. Ein erster Schritt wurde bereits unternommen: Annemarie Ruth Hunzinger wurde Teilzeit als Bildungsbeauftragte angestellt.

Am 1. April war zudem der Startschuss für den Ausbau der Psychiatriepflege durch die Spitex gefallen. «Es ist unser Ziel, dass wir die psychiatrische Leistung ab Mitte Jahr anbieten können», sagt Weber. «Es ist eine relativ neue Entwicklung, dass psychiatrische Pflege nun auch ambulant angeboten wird», sagt Morgenthaler. Die grösste Herausforderung sei deshalb, Personal zu finden.

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