Muhen
Spitex Suhrental Plus zieht nach acht Monaten eine erste Bilanz und setzt neue Ziele

Die Spitex Suhrental Plus zieht nach acht Monaten eine erste Bilanz. Und es gibt auch schon Ziele, die bald zu erreichen sind: So soll in die Aus- und Weiterbildung investiert werden.

Christine Fürst
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Spitexangestellte und Patientin (Symbolbild)

Spitexangestellte und Patientin (Symbolbild)

Keystone

Eigentlich hätten die Klientinnen und Klienten nicht viel von der Fusion bemerkt, wie Sonja Morgenthaler, Präsidentin der Spitex Suhrental Plus und Vizeammann von Hirschthal, betont. Viele Patienten hätten eine gewisse Angst vor der Fusion gehabt, Angst davor, dass immer wieder neue Spitex-Mitarbeiter zu Hause vorbeikommen würden.

«Wir versuchten und versuchen noch heute, dass ein Klient nicht von zu vielen verschiedenen Mitarbeiterinnen besucht wird», ergänzt Daniel Weber, Geschäftsleiter der Spitex Suhrental Plus. Aufgrund von Absenzen und der 7-Tage-Woche sei dies jedoch nicht immer möglich. «Es ist anspruchsvoll, einen guten Mittelweg zu finden.»

Aus finanzieller Sicht

Gemäss der laufenden Rechnung liegt die Spitex Suhrental Plus voraussichtlich nur gering über dem Budget. Im Budget 2014 könne der Pro-Kopf-Betrag der Gemeinden an die Spitex auf dem bisherigen Betrag von 51.80 Franken belassen werden. Eine geringe Erhöhung könne erfolgen, weil die Spitex voraussichtlich auch die Kosten von Dritt-Spitex-Organisationen (wie Kinder-Spitex) tragen wird. (cfü)

17 Gemeinden und rund 37 000 Einwohnerinnen und Einwohner werden seit dem 1. Januar von der Spitex Suhrental Plus betreut. Sie ist aus der Fusion von fünf Spitex-Sektionen hervorgegangen.

Die Fusion sei laut Morgenthaler positiv spürbar. «Im Bereich der zeitlichen Verfügbarkeit gibt es grosse Vorteile, beispielsweise im Spätdienst in den Gemeinden, welche vorher durch kleine Organisationen bedient wurden», sagt sie. Und auch Personalengpässe könnten besser aufgefangen werden. Mit der neuen Organisation wurde auch der Bereitschaftsdienst erweitert. Liegt jemand im Sterben oder geht es um komplexe Pflegefälle, kann eine Pikettnummer gewählt werden und die Spitex rückt aus.

Die ersten Monate seien anstrengend gewesen. Weber lobt das Engagement der Mitarbeiterinnen, sich der neuen Herausforderung zu stellen. «Wir konnten von Beginn weg alle Leistungen erbringen», sagt er an der Pressekonferenz.

«Wir stellen nun fest, dass der Bedarf nach Grundpflege abnimmt, dagegen nimmt die Behandlungspflege zu», sagt Weber. Dies führt er unter anderem darauf zurück, dass die Patienten früher aus dem Spital entlassen werden und so zu Hause noch mehr Pflege brauchen. «Das heisst, die Fälle werden zunehmend komplexer, wodurch immer mehr diplomiertes Pflegepersonal notwendig wird», sagt Weber.

Und genau da liegt das Problem: «Der Arbeitsmarkt an diplomiertem Pflegepersonal ist ausgetrocknet.» Deswegen hat sich die Spitex Suhrental Plus ein Ziel gesetzt, das sie in den nächsten Monaten erreichen will: Sie will Ausbildungsplätze anbieten. Dafür soll eine Fachstelle geschaffen werden. Zudem sollen auch vermehrt Expertinnen und Experten beschäftigt werden.

Weitere Ziele sind die Vereinheitlichung der Patientendokumentationen und die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung. Weil sich in der Spitex vieles am Morgen und am Abend abspielt, kommt es vor, dass Mitarbeiterinnen morgens und abends arbeiten. Da brauche es laut Weber eine Entlastung, die auch für die Klienten zumutbar sei. Er sagt: «Wenn eine Dienstleistung am Menschen erbracht wird, muss man sich nach diesen Menschen richten.»

Tag der offenen Tür am 7. September, Shuttlebus zwischen den Stützpunkten Muhen und Schöftland, 10–15 Uhr.

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