Unterkulm

Spannende Kampfwahl: Gleich drei wollen in den Gemeinderat

Von links: Marus Erismann (33), Urs Schläpfer (62) und Ernst Steiner (58).

Von links: Marus Erismann (33), Urs Schläpfer (62) und Ernst Steiner (58).

Spannende Kampfwahl in Unterkulm: Nach dem Rücktritt von Peter Michel (48, parteilos) buhlen mit dem erst 33-jährigen Markus Erismann (parteilos), Urs Schläpfer (62, FDP) und Ernst Steiner (58, parteilos) drei Kandidaten um seine Nachfolge. Peter Michel betreute die Ressorts Soziales, Gewerbe und Umwelt.

Urs Schläpfer (62) hat bereits Ende 2017 kandidiert. Damals war er mit 342 zu 405 Stimmen Corinne Läupi unterlegen. Schläpfer war Bauverwalter für Strengelbach sowie Brittnau und arbeitet heute für den Dämmlösungsspezialisten Sager in Dürrenäsch. «Meine Frau und ich haben 2011 ein Bauernhaus in Unterkulm gekauft», sagt er.

Zuvor lebte er zwei Jahrzehnte in Reinach. «Ich nehme an den Gemeindeversammlungen teil und interessiere mich für das Geschehen», sagt Schläpfer. Deshalb wolle er nun den nächsten Schritt gehen, um sich noch stärker für Unterkulm einsetzen zu können.

«Ich habe 2004 eine Lehre als kaufmännischer Lehrling auf der Gemeindekanzlei von Oberkulm abgeschlossen», sagt der jüngste Kandidat Markus Erismann (33). Schon damals habe er überlegt, für einen Gemeinderatssitz zu kandidieren. «Ich war aber noch zu jung». Doch die Idee einer Kandidatur blieb im Hinterkopf und nun bietet sich die Gelegenheit. «Ich arbeite im Innendienst der mk Dichtungs AG in Unterkulm und hatte im Zivilschutz eine leitende Stelle inne», sagt Erismann.

In den Gemeinderat würde er gerne frischen Schwung reinbringen. «Und mehr nach aussen kommunizieren.» Erismann ist lokal verankert, lebt seit 2011 in Unterkulm, davor wuchs er während 14 Jahren in Oberkulm auf. Seit acht Jahren ist er verheiratet, hat zwei Söhne, 1 und 3 Jahre alt. In der Freizeit bewirtschaftet er gerne das Grundstück der Familie oder programmiert. «Das ist ein guter Ausgleich zum Alltag.»

Ernst Steiner ist im Sommer 2005 mit seiner Frau auf den Wannenhof gezogen. Nachbarn kamen auf den Hobbybauern zu und meinten, der Gemeinderat wäre doch was für ihn. Der seit dem 1. März Frühpensionierte war 12,5 Jahre lang Leiter Finanzen des Bezirks Schwyz und zwölf Jahre Teilinhaber eines KMU in der Elektronik. «Jetzt würde ich gerne noch einmal etwas Neues anfangen», sagt er.

Eine erfolgreiche Wahl wäre für den Vater zweier erwachsener Kinder ein weiterer Karriereschritt. «In der Freizeit kümmere ich mich neben dem Bauern gerne um unsere vier Pferde.» Und nebenbei bietet er noch Führungskurse für Manager an.

Autor

Michael Küng

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