Kölliken
Sondermülldeponie: erneut eine Einsprache für Wiederauffüllung

Urs Helbling
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1,5 Meter Durchmesser: Etwa 100 der rund 170 Grosslochbohrungen sind seit Anfang April bereits gemacht worden.

1,5 Meter Durchmesser: Etwa 100 der rund 170 Grosslochbohrungen sind seit Anfang April bereits gemacht worden.

Urs Helbling

In der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) läuft die Bewältigung der Vergangenheit gut, aber in der Gegenwart gibt es immer wieder neue Probleme. Auch im zweiten, abgespeckten Baubewilligungsverfahren für die Wiederauffüllung gab es eine Einsprache – von einer Privatperson. Ob die Wiederauffüllung wie geplant ab August weitergehen kann, ist fraglich. Das trifft insbesondere die Anwohner an der Hofstrasse oberhalb der Grube, die damit rechnen müssen, dass sich die Rutschbewegungen eventuell sogar noch beschleunigen.

Die Oberflächengestaltung nach der Wiederauffüllung ist ein heisses Eisen. Im Rahmen des ersten, aktuell blockierten Baubewilligungsverfahrens hatten sich drei Umweltorganisationen mittels Einwendungen gewehrt. Sie möchten statt der vom Kanton geforderten Fruchtfolgeflächen ein schweizweit einzigartiges Naherholungs- und Amphibienschutzgebiet schaffen.

Die Sondermülldeponie war bis im Juli 2018 von der grössten stützenfreien Halle der Schweiz überdeckt. Sie wurde im Jahr 2007 errichtet.
4 Bilder
Die Sondermülldeponie ohne Hallendach: Während des Winters werden die Erdarbeiten grösstenteils ruhen.
Im Mai 1978 wird die Sondermülldeponie in Kölliken feierlich eröffnet.
Die Sondermülldeponie in Betrieb. Das Bild stammt vom 3. Mai 1983.

Die Sondermülldeponie war bis im Juli 2018 von der grössten stützenfreien Halle der Schweiz überdeckt. Sie wurde im Jahr 2007 errichtet.

Niklaus Waechter

Problemlos läuft das Herausbohren von verunreinigtem Fels: Geplant sind rund 170 Grosslochbohrungen. Die SMDK rechnet mit Kosten von zwei Millionen Franken. «Die Grosslochbohrungen laufen nach Plan», erklärt SMDK-Geschäftsführer Benjamin U. Müller. Es sind bereits etwa 100 Stück ohne Probleme ausgeführt worden. «Die Entsorgung des Bohrgutes kann zum grössten Teil auf eine Deponie vom Typ E erfolgen, ein kleinerer Teil muss nach Holland in die thermische Bodenbehandlung.»

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