Oberkulm/Unterkulm
Solls ein ganz neues Wappen geben? Kulm und die Wappenvorschläge

Gruppenmitglieder aus Ober- und Unterkulm haben einen Namen für die neue Gemeinde gesucht und sich mit einem künftigen Wappen auseinandergesetzt. Ein Wappenvorschlag mit den drei Symbolen Taube – Rotkorn – Wyna.

Peter Siegrist
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Wappen Kulm

Wappen Kulm

Zur Verfügung gestellt

Aus zwei Wappen eines oder ein ganz neues? Diese Frage stellte sich im Rahmen der Fusionsabklärung der Arbeitsgruppe «Ortsnamen und Wappen».

Gruppenmitglieder aus Ober- und Unterkulm haben einen Namen für die neue Gemeinde gesucht und sich mit einem künftigen Wappen auseinandergesetzt.

Jetzt legen die Gemeinden in einer breit angelegten Vernehmlassung einen Namensvorschlag und drei Wappenvorschläge vor. Die Einwohnerinnen und Einwohner (Mindestalter 16 Jahre) können sich via Antwort-Talon äussern, indem sie einen Namen, ein Wappen ankreuzen oder gar einen eigenen Vorschlag einreichen.

Der neue Name sei Kulm

Die Arbeitsgruppe schlägt «Kulm» als Gemeindenamen vor. Das hat einen historischen Grund. Blättert man in der Chronik zurück, so trifft man 1332 auf «Culme» oder «Kulme». Bereits seit 1295 wird in alten Schriften für die Siedlung zwischen Ober- und Unterkulme unterschieden.

Weiter zurück, nämlich 1266 war von «Kulumbe» die Rede. Dieser Name weist schon deutlich auf seinen Ursprung in römischer Zeit hin.

In Oberkulm ist eine römische Anlage aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. bekannt mit dem Namen «villa columbaria», also die Villa mit dem Taubenschlag. (columba, lat., la colombe, fr.– die Taube; ) In einer Infoschrift, welche in den beiden Gemeinden verteilt wird, weist die Gemeinde darauf hin, dass der Name «Kulm» bereits dem Bund zur Kontrolle vorgelegt wurde und durchaus rechtens wäre.

Die Taube landet im Wappen

Die beiden bisherigen Wappen werden bei einer Fusion zu Ortswappen. Die fusionierte Gemeinde jedoch wird sich mit einem neuen Wappen schmücken.

Die Arbeitsgruppe hat für die Wappenfindung den Heraldiker Rolf Kälin aus Einsiedeln beigezogen. Denn einfach wild daraufloszeichnen – das geht bei Wappen schlicht und einfach nicht. Zu viele Vorschriften und Richtlinien sind da bei Formen und Farben einzuhalten.

Den drei Vorschlägen für ein Gemeindewappen liegen drei Symbole zugrunde, die geschichtlich und geografisch begründet sind. «Wir wollen Symbole im Wappen, mit denen sich die Bevölkerung identifizieren kann», sagt Gemeindeschreiber Beat Baumann.

Allen drei Vorschlägen gemeinsam ist der blaue Grund. Der wurde von den bisherigen Wappen übernommen. Auf allen drei Wappen tauchen weisse Tauben auf, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Auf einem Wappen sind zwei Tauben einander zugewandt, was etwa mit «Oberkulm und Unterkulm gehen gemeinsam in die Zukunft» übersetzt werden kann. Die beiden anderen Vorschläge zeigen einmal eine flugbereite und einmal eine auffliegende Taube. Die Taubenvögel weisen klar zurück auf den römischen Taubenschlag. Beide Tauben halten eine Ähre im Schnabel, das Symbol für das Oberkulmer Rotkorn. Somit sind die drei Identifikationssymbole der Arbeitsgruppe im Vorschlag festgehalten. Die weisse Welle am Fuss des Wappens symbolisiert die Wyna, den Talbach, der beide Gemeinden durchfliesst.

Die Bevölkerung kann bis zum 29. März ihre Stimme zu Namen und Wappen abgeben. Präsentiert wird das Ergebnis der Umfrage an einer öffentlichen Orientierung, 21. Juni in der Mehrzweckhalle in Unterkulm.

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