Gontenschwil: Die Gontenschwiler Gemeindeversammlung (88 von 1476 Stimmbürgern waren anwesend) haben den Bruttokredit von 60'000 Franken für die Erneuerung des Piratenspielplatzes mit grossem Mehr genehmigt. So kann das morsche Schiffswrack ersetzt werden. Auch die neue Berechnung der Abwasserbenützungsgebühr für Privatwasserbezüge und das Budget 2019 ergaben keine grosse Diskussion. Der Souverän stimmte den Änderungen im Reglement über die Finanzierung von Erschliessungsanlagen sowie dem Budget 2019 (Steuerfuss: 112 Prozent) zu.

Moosleerau: Vier Kreditbegehren segnete der Souverän Moosleerau (von 648 Stimmbürgern waren 76 anwesend) gestern ab. Die Gmeind nahm die Sanierung von Werkleitungen und Belag Sagiweg-Ruesserain (414'000 Franken) und die 100'000 Franken für die Revision der Nutzungsplanung an. Ebenso die 35'000 Franken für das Generelle Wasserversorgungsprojekt und 31'500 Franken für die Friedhofs-Stützmauer. Das Budget 2019 mit einem Verlust von 11'850 Franken und einer Steuerfusserhöhung von 4 Prozent auf 123 Prozent wurde ebenfalls genehmigt. 

Schlossrued: Die Schule stand im Zentrum der Gemeindeversammlung Schlossrued von gestern. Beide von den Stimmbürgern (von 633 waren 75 anwesend) abgesegneten Kredite kommen ihr zugute. Einerseits die 160 000 Franken für die Sanierung des Flachdachs des Schulhausanbaus sowie der Aussenisolation des Zwischenbaus. Andererseits die 140'000 Franken für das Informatikprojekt der Schule Schlossrued. Ein Ja gab es auch für das Budget 2019 mit einem unveränderten Steuerfuss von 123 Prozent und einem Plus von rund 33'000 Franken. 

Leimbach: Leimbach will investieren: einerseits in seine Zukunft, andererseits in die Infrastruktur des Dorfes. Deshalb hat der Gemeinderat dem Souverän eine Steuerfusserhöhung von 10 Prozent auf 122 Prozent beantragt. Dazu sagten die am Freitagabend anwesenden 57 von 324 Stimmberechtigten nach kurzer Diskussion Ja. Auch die Kreditabrechnung «Neubau Reservoir Höfe, Seeberg» und der Verpflichtungskredit von 335'000 Franken für die erste Etappe des Neubaus Dorfbach wurden mit grossem Mehr genehmigt.

Oberkulm: Das Argument der Schulwegsicherung hat gestochen: Nach dem deutlichen Nein im Jahr 2014 für eine flächendeckende Tempo-30-Zone haben die Oberkulmer an ihrer gestrigen Gemeindeversammlung (167 von 1707 Stimmberechtigen waren anwesend) nun mit deutlichem Mehr für die Einführung von Tempo 30 im Bereich der Schulanlagen sowie der Wuhrmattstrasse gestimmt (inklusive Abänderungsantrag zum zusätzlichen Miteinbeziehen von Teilen der Oberstegstrasse). Das Budget mit unveränderten Steuerfuss von 119 Prozent wurde ebenfalls genehmigt. 

Schmiedrued: Schmiedrued hat sein altes «Zuhause» so gut wie verkauft. Die Stimmbürger (von 878 waren 99 anwesend) genehmigten den Verkauf des alten Gemeindehauses für 500'000 Franken an Beat Hunziker und Andreas Hochuli. Auch der Verkauf der Liegenschaft «Mühle» für 190'000 Franken wurde abgesegnet. Ein Ja gab es auch für die Kredite für Strassensanierung und Holzschnitzelheizung (700'000 und 300'000 Franken). Das Budget 2019 mit einem Gewinn von 207 700 Franken und einer Steuerfusserhöhung von 115 auf 120 Prozent wurde ebenfalls genehmigt.

Zetzwil: An der gestrigen Gemeindeversammlung haben 120 von total 994 Stimmberechtigten teilgenommen. Nach einer kurzen Diskussion wurde einer Steuerfusserhöhung von 5 Prozent auf 118 Prozent mit 69 zu 37 Stimmen zugestimmt. Alle weiteren Anträge wurden ebenfalls – diskussionslos – angenommen. Unter «Verschiedenem» bestätigte Gemeindeammann Daniel Heggli, dass Vizeammann Beat Heinzer sowie Gemeinderat Roger Stenz demissionieren (die AZ berichtete). Die Ersatzwahlen finden am 10. Februar 2019 statt.

Kirchleerau: Obwohl das vorgeschlagene Budget bereits mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 118 Prozent einen Gewinn ausgewiesen hatte, haben die Stimmbürger (51 von 616 anwesend) einem Antrag der Finanzkommission um eine Erhöhung um 4 auf 122 Prozent zugestimmt. Neu rechnet das Budget mit einem Überschuss von 160'000 Franken. Weiter wurden die Mehrkosten für die Erneuerung der Helgenstrasse (126'000 Franken) sowie der Anteil an der Sammelleitung Staffelbach (gut 63'000 Franken) und der Ersatz der Friedhofstützmauer (29'000 Franken) genehmigt.

Teufenthal: Der Kreditantrag (270'000 Franken) für die Umgebungs- und Kreiselgestaltung, Bushaltestelle mit Veloabstellplatz beim Kreisel Herberge wurden im Juni an den Gemeinderat zurückgewiesen. Jetzt sagten die Teufenthaler (62 von 1057 anwesend) an der gestrigen Gmeind Ja zur abgespeckten Version von 210'000 Franken. Damit nimmt das ewige Werk eine letzte Hürde. Das Sanierungsgeschäft «Ersatz der Heizung und der Warmwasseraufbereitung in der Schulanlage» für 248'300 Franken sowie das Budget 2019 (Steuerfuss 122 Prozent) genehmigten die Teufenthaler ebenfalls. 

Kölliken: Zwei Villen waren die Protagonistinnen der Kölliker Gemeindeversammlungen. Unbestritten ist das Projekt «Villa Breitenegg». Wie der Bau mit altersgerechten Wohnungen aussehen wird, der die Villa ersetzen wird, sahen die Ortsbürger gestern zum ersten Mal. Der Antrag an die Einwohnergmeind (anwesend waren 132 von 2846 Stimmberechtigten), die Aussenhülle der Villa Clara für 1,38 Millionen zu sanieren, löste dagegen intensive Diskussionen aus. Ein FDP-Vertreter beantragte Rückweisung an den Gemeinderat: Es sei zuerst abzuwarten, bis die Frage geklärt ist, ob die 139-jährige Villa unter kantonalen Schutz gestellt werden oder im kommunalem Schutz verbleiben soll. Ein anderer Votant stellte den Antrag, Aussen- und Innensanierung seien gleichzeitig vorzunehmen. Diverse Antworten anderer Votanten liessen darauf schliessen, dass dies für sie nach Verzögerungstaktik klang. «Wir verdienen an Mieteinnahmen, haben dafür aber noch nie etwas getan», sagte etwa eine Votantin. Die Anträge waren denn auch chancenlos. Mit 86 gegen 13 Stimmen wurde die Sanierung angenommen. Alle anderen Geschäfte, darunter die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeugs (525'000 Franken), und die Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen im Konsumweg (354'000 Franken), wurden gutgeheissen. Ebenso das Budget 2019 mit einem Verlust von 299'115 Franken und unverändertem Steuerfuss von 114 Prozent.

Uerkheim: Künftig wird es in Uerkheim keine Ortsbürgerversammlung mehr geben. Sie fand gestern das letzte Mal statt. Die Vermögenswerte und der «Uerkner-Wald» gehen nun an die Einwohnergemeinde über. Die Gemeindeversammlung (74 von 1023 Stimmberechtigten waren anwesend) hat die beiden Verpflichtungskredite von 125'000 Franken für den Ersatz und die Aufrüstung von Hard- und Software im Gemeindehaus sowie von 173'000 Franken für die Sanierung Hauptleitung Neudorf genehmigt. Der Steuerfuss bleibt in Uerkheim bei 125 Prozent.

Muhen: Mit grossem Mehr sagten die Stimmberechtigten von Muhen (431 von 2709 waren anwesend) gestern Abend Ja zu einem Kredit von 3,9 Millionen Franken für Vergrösserung und Erneuerung des Fussballplatzes, die Verlegung der Färbergasse samt Werkleitungen und die Sanierung des Nebenplatzes. Nötig machten dies veränderte Bestimmungen des Schweizerischen Fussballverbandes. Ein Antrag auf einen bodennahen Aufbau des Platzes anstatt des vorgesehenen Kunstrasens hatte keine Chance.
Zustimmung fanden hingegen zwei Teiländerungen des Bauzonen- und Kulturlandplans, die eine ist durch die Erweiterung des Fussballplatzes nötig geworden. Die zweite betrifft einen flächengleichen Abtausch von Bauzonen. Den Kauf der Liegenschaft «Waldeck» für 2,5 Millionen Franken lehnten die Müheler mit 213 Nein gegen 116 Ja ab. Genehmigt wurde eine zusätzliche Vollzeitstelle für die Gemeindeverwaltung.
Unter anderem ein «massiver Steuereinbruch 2018» zwingt Muhen im Budget 2019 zu einer Steuererhöhung von 112 auf 117 Prozent. Das sagt zumindest der Gemeinderat. Gestern Abend wurde jedoch beantragt, den bisherigen Steuerfuss beizubehalten oder nur auf 115 zu erhöhen. Schliesslich entschieden sich die Stimmbürger nach langer Diskussion, bei 112 Prozent zu bleiben.